Selbstversuch: Ritalin – Hirndoping gegen den Leistungsdruck

Werde ich zum gefühlslosen Zombie oder zum Leistungsfähigen Roboter? Die Frage stellt sich Dennis Leiffels vor seinem Selbstversuch mit Ritalin. Das Medikament hilft eigentlich bei ADHS, aber auch Studierenden beim Lernen. Er schluckt eine Pille, lernt unter
Zeitdruck für die Taxiprüfung und trifft Studierende die ebenfalls den Leistungsdruck an den Unis mit Medikamenten angehen oder einfach sich noch weiter optimieren wollen.

Ritalin und dessen Langzeitfolgen im Gehirn | Methylphenidat bei ADHS / ADS Wirkung & Nebenwirkungen
Nachlesen über Ritalin in meinem Blog ▶ https://bit.ly/Ritalin_Blog
und über Wachmacher Modafinil schreibe ich hier ▶ https://bit.ly/Modafinil_Blog
Ritalin ist ein sehr häufig genommenenes Medikament bei ADHS aber auch zur Leistungssteigerung. Es gibt nur sehr wenige Untersuchungen bzgl. des Langzeiteffektes, doch die die es gibt zeigen, dass es womöglich zu negativen Veränderungen im Hirnstoffwechsel kommen kann.
ADHS ist das sog. Zappel-Philipp-Syndrom und sollte immer multimodal behandelt werden. Medikamente wie der Wirkstoff Methylphenidat sind nur ein Baustein der Therapie.
Was bewirkt Ritalin?
1. Hyperaktivität lässt nach
2. Betroffene(r) wird ruhiger
3. Zunahme der Aufmerksamkeit
4. Verbesserung des Kurzzeitgedächtnisses

Darreichungsformen:
Ritalin: eine Ritalintablette enthält 10 mg Methylphenidat. Eine Packung Ritalin gibt es entweder mit 30 oder 200 Tabletten.
Ritalin SR: es handelt sich um ein Retardmedikament; der Wirkstoff wird langsamer freigesetzt (SR = sustained released). Ritalin SR enthält 20 mg Methylphenidat. Eine Packung besteht aus 100 Kapseln.
Ritalin LA: ist eine langwirksame Variante (LA = long acting); wird nur einmal pro Tag eingenommen. Enthält entweder 10, 20, 30 oder 40 mg Methylphenidat. Eine Packung Ritalin LA besteht aus 30 oder 100 Kapseln.

Nebenwirkungen von Methylphenidat:
1. Nervosität, Erregung, Reizbarkeit, abnormales Verhalten
2. Schlaflosigkeit und Einschlafstörungen
Einschlafstörungen lassen sich durch die Reboundeffekte am Abend erklären. Diese klingen im Verlauf der ersten Wochen jedoch ab.
3. Verringerung des Appetites
Verliert sich jedoch in vielen Fällen wieder nach einigen Monaten. Mögliche Abhilfe kann dadurch geschaffen werden, dass die Hauptmahlzeit auf den Abend verlegt wird (wenn die Wirkung des Medikaments nachlässt.
4. Bauchschmerzen, Übelkeit oder Erbrechen
Meist zu Beginn der Behandlung
5. Herzklopfen, Herzrhythmusstörungen
6. Schwindel, Kopfschmerzen
7. Und weitere…siehe Packungsbeilage