Der letzte Schuss…

Abschied von Michael Müller Franziska Giffey ist die letzte Chance der Berliner SPD
Linke und Grüne treiben die SPD vor sich her, die Umfragewerte sind im Keller: Daran kann nur ein politisches Schwergewicht noch etwas ändern. Ein Kommentar.
Es ist eine politische Sensation mit Ansage. Nach monatelangem Gezerre hinter Parteitags- und in Hinterzimmerkulissen hat sich Berlins SPD für die kommende Wahl aufgestellt. Michael Müller, blasser weil bloßer Sachwalter der sozialdemokratischen Interessen in einer diffizilen rot-rot-grünen Koalition, zieht sich angesichts desaströser Umfragewerte zurück und tritt nicht mehr für den Parteivorsitz an. Diesen will er an Berlins einziges wirkliches politisches Schwergewicht übergeben: Franziska Giffey.
Die Bundesfamilienministerin mit Neuköllner Kiezerfahrung hat zwar zuletzt eigene hausgemachte Affären auch nur mit Schrammen überstanden, von ihrer Popularität dabei aber noch nicht viel eingebüßt. Sie soll das Parteiamt im Verbund mit Raed Saleh übernehmen, der als Fraktionschef intern nicht unumstritten, aber zumindest zäh genug für Machtkämpfe und die Kabale ist, die Berlins SPD ausmachen.
Damit Giffey im besten Fall mit einem Amtsbonus starten kann, könnte sie das Amt der Regierenden Bürgermeisterin sogar vor dem Ende der laufenden Legislaturperiode übernehmen – so wird es parteiintern diskutiert. Berlins SPD-Spitze hat sich damit fürs erste intern versöhnt – sie hatte mit Blick auf die nächste Wahl auch keine andere Wahl.
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