FIAT 500 – der kleine Italiener

Er ist der Liebling von Millionen Menschen weltweit, paart geniale Schlichtheit mit einem unvergleichlichen Charme: der Fiat 500. Im Juli 1957 kommt der „neue 500“ auf den Markt und löst eine Revolution aus. Jetzt können sich auch ärmere Leute, die bislang nur mit Fahrrad oder Motorroller unterwegs waren, ein Auto leisten. Heute ist der kleine Hüpfer mit seiner bescheidenen PS-Zahl eine Ikone Italiens.

Trotz seiner bescheidenen Maße dient das knapp drei Meter lange Gefährt als Familienauto. Vorne sitzen die Eltern, auf der Rückbank die Bambini. Den Cabrio-Genuss gibt es gratis, schließlich besitzt der Nuova 500 ein riesiges Klappdach. Entwickelt wird der Fiat 500 in Turin. Unterstützung gibt es auch aus dem Südwesten Deutschlands. Im Karosseriewerk Weinsberg bei Heilbronn tüftelt ein findiger Ingenieur an einem Prototyp und beeinflusst so die charakteristischen Details des neuen Kleinwagens. In den 1960er Jahren rollt eine Flut von Sondermodellen über Europas Straßen. Namhafte Karosseriebauer wie Abarth, Autobianchi oder Vignale helfen dem Fiat 500 zu noch mehr Aufmerksamkeit – etwa bei Autorennen. In Schmieden bei Stuttgart treffen sich jeden Monat Mitglieder des Fiat 500 Club bei Pasta und Bier. Sie lieben ihr Cinquecento und seinen unwiderstehlichen Reiz.