John Perkins

„Dieses Reich wurde, wie kein anderes in der Geschichte der Welt, in erster Linie durch wirtschaftliche Manipulation, durch Betrug, Täuschung, durch Verführung von Menschen in unsere Lebensweise, durch die Economic Hitmen* aufgebaut. Ich war ein wesentlicher Teil davon.“

John Perkins, Confessions of an Economic Hitman

*Economic Hitmen: eigentlich `Auftragsmörder´, frei übersetzt, ein ökonomischer Knochenbrecher

„Jeder, der weiß, wie die Weltbank oder der internationale Währungsfond arbeiten, könnte bestätigen, dass das, was John Perkins in seinem Buch beschreibt, grundsätzlich stimmt. Es gibt einen Grund, warum unsere Entwicklungshilfe und der ganze Einsatz von Weltbank und Währungsfonds die Lage verschlimmert und nicht verbessert: Alles ist so konstruiert, nicht den Ärmsten zu helfen, sondern diese Länder einfach zu benutzen, um westliche Unternehmen weiter zu bereichern. So läuft der Hase.“
Jim Garrison, State of the World Forum, auf Kulturzeit, in `John Perkins Der Wirtschaftskiller´

https://www.youtube.com/watch?v=W5VQrNElSAM

John Perkins (geb. 28. Januar 1945) ist ein amerikanischer Autor. Sein bekanntestes Buch ist Confessions of an Economic Hit Man (2004).

Economic Hit Men (EHMs) sind hoch bezahlte Profis, die Länder auf der ganzen Welt um Billionen von Dollar betrügen. Sie leiten Geld von der Weltbank, der U.S. Agency for International Development (USAID) und anderen ausländischen „Hilfsorganisationen“ in die Kassen großer Unternehmen und in die Taschen einiger wohlhabender Familien, die die natürlichen Ressourcen des Planeten kontrollieren. Zu ihren Werkzeugen gehören betrügerische Finanzberichte, manipulierte Wahlen, Schmiergelder, Erpressung, Sex und Mord. Sie spielen ein Spiel, das so alt ist wie das Imperium, das aber in dieser Zeit der Globalisierung neue und erschreckende Dimensionen angenommen hat.

„Was John Perkins hier erklärt, habe ich selber zum Teil „auf der anderen Seite“ miterlebt! Wir wohnten von 1978 – 1990 in Ecuador und haben miterlebt, wie dieses friedliche und reiche Land binnen 10 Jahren durch diese internationalen Machenschaften verarmt wurde. Dabei waren die Economic Hitman ebenso Handlanger der US-Regierung und der dahinter stehenden Korpokratie (Faschismus der Großkonzerne) wie die Weltbank, der Weltwährungsfonds und die gesamte UNO, aber auch Organisationen wie Amnesty International und andere NGOs.“
John Perkins war in den 1970er Jahren bei der Beraterfirma Chas. T. Main angestellt, nachdem er, wie er behauptet, von der US-amerikanischen National Security Agency (NSA) sicherheitsüberprüft und anschließend von einem Mitarbeiter der Firma und NSA-Verbindungsmann eingestellt wurde, um nach eigener Beschreibung ein Economic Hit Man (EHM; frei übersetzt: Ein ökonomischer Knochenbrecher) zu werden. Laut seinem Buch bestand Perkins‘ Funktion darin, die politische und wirtschaftliche Führungselite unterentwickelter Staaten dazu zu bringen, größere Entwicklungshilfekredite aufzunehmen, als sie ökonomisch verkraften konnten, um sie durch die so herbeigeführte Zahlungsunfähigkeit anschließend erpressen zu können. Staatschefs, die derlei „Deals“ nicht zu folgen bereit waren, seien mit geheimdienstlicher Hilfe von den USA aus dem Weg geräumt worden (unter anderem nennt Perkins explizit einen früheren Präsidenten Panamas, Omar Torrijos, der bei einem mysteriösen Flugzeugabsturz 1981 ums Leben kam und Jaime Roldós, einen Präsidenten Ecuadors).
“This empire, unlike any other in the history of the world, has been built primarily through economic manipulation, through cheating, through fraud, through seducing people into our way of life, through the economic hit men. I was very much a part of that.“
John Perkins

How the U.S. Uses Globalization to Cheat Poor Countries Out of Trillions
https://www.voltairenet.org/article122918.html

Rüdiger Flach „Eine demokratische Rhetorik hilft uns, die Kluft zu überbrücken zwischen unseren fundamentalen geopolitischen und strategischen Interessen und der Notwendigkeit, unsere Sicherheitsinteressen in eine moralistische Sprache zu kleiden

Die demokratische Agenda stellt, kurz gesagt, eine Art von Legitimitätshülle für unsere grundlegenderen strategischen Ziele dar.“

Howard Wiarda (1990).

The Democratic Revolution in Latin America, New York, p. 270.
Chefberater (1983-84) der “Kissinger Commission on Central America”

Wiarda erhielt Stipendien von zahlreichen Stiftungen und Programmen, darunter die Rockefeller Foundation, der American Council of Learned Societies, das Fulbright Program (vier Auszeichnungen), der Social Science Research Council, die American Philosophical Society, die National Endowment for the Humanities, National Institutes of Health, Pew Foundation und der Twentieth Century Fund. Er war Mitglied des Council on Foreign Relations in New York. 1988 war er Mitglied des außenpolitischen Beratungsteams von Vizepräsident George H.W. Bush. Im Jahr 2012 wurde er von Präsident Leonel Fernández von der Dominikanischen Republik, seinem ehemaligen Schüler an der UMass Amherst, in den Kolumbusorden aufgenommen, um ein „Leben lang in der Dominikanischen Republik zu dienen und über sie zu schreiben“.

http://www.uni-kiel.de/…/Folien_Angst%20der%20Eliten_HH…

Rockefeller FoundationArchives
https://rockarch.org/collections/rf/refugee.php

Rüdiger Flach Eine Feststellung die Egon Bahr wohl besonders wichtig war:

„In der internationalen Politik geht es nie um Demokratie oder Menschenrechte. Es geht um die Interessen von Staaten. Merken Sie sich das, egal, was man Ihnen im Geschichtsunterricht erzählt.“

https://www.rnz.de/…/heidelberg_artikel,-Heidelberg…

Rüdiger Flach „Wir [die USA] besitzen 50% des Reichtums dieser Welt, stellen aber nur 6.3% der Weltbevölkerung. Diese Ungleichheit ist besonders groß in Bezug zu den asiatischen Völkern. In dieser Situation ist es nicht zu vermeiden, dass wir das Ziel von Neid und Missgunst werden.

Unsere zentrale Aufgabe für die nächste Zeit besteht darin, ein Geflecht von Beziehungen aufzubauen, die uns die Aufrechterhaltung dieser Position der Ungleichheit gestattet, und zwar ohne Schaden für unsere nationale Sicherheit.

Um das zu schaffen, müssen wir uns von jeglicher Sentimentalität und Tragträumerei verabschieden; und überall muss unsere Aufmerksamkeit auf unsere unmittelbaren nationalen Ziele gerichtet sein. Wir brauchen uns keinen Illusionen hinzugeben, dass wir uns dabei heutzutage den Luxus der Selbstverleugnung und Wohltätigkeit in der Welt leisten können.“

George F. Kennan, außenpolitischer Chefstratege der USA in den 1940er und 1950er Jahren in einem Aufsatz für den Policy Planning Staff (Politikplanungsstab) vom 24.2.1948, PPS 23.

We have about 50% of the world’s wealth, but only 6.3% of its population…. In this situation, we cannot fail to be the object of envy and resentment. Our real task in the coming period is to devise a pattern of relationships which will permit us to maintain this position of disparity…. To do so, we will have to dispense with all sentimentality and day-dreaming; and our attention will have to be concentrated everywhere on our immediate national objectives…. We should cease to talk about vague and … unreal objectives such as human rights, the raising of the living standards, and democratization. The day is not far off when we are going to have to deal in straight power concepts. The less we are then hampered by idealistic slogans, the better.

Quelle: OFFICE OF THE HISTORIAN
https://history.state.gov/historicaldocu…/frus1948v01p2/d4

https://en.wikisource.org/wiki/Memo_PPS23_by_George_Kennan

Bob Cook Hier noch ein eindrucksvolles Zitat aus: John Perkins: “Bekenntnisse eines Economic Hit Man – im Dienst der Wirtschaftsmafia”

☆ “Wir bauen ein Weltreich auf. Wir sind eine Elite aus Frauen und Männern, die internationale Finanzorganisationen dazu benutzen, jene Bedingungen zu schaffen, mit denen andere Länder der Korporatokratie, so nenne ich den Komplex von Konzerne, Banken und Regierungen, unterworfen werden sollen. Und diese Korporatokratie beherrscht unsere größten Konzerne, unsere Regierung und unsere Banken. Wenn ein Einsatz richtig erfolgreich ist, dann sind die Kredite so hoch, dass der Schuldner nach einigen Jahren seinen Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommen kann, und obwohl das Kredit- Geld fast umgehend an unserer Banken zurückfließt, die zur Korporatokratie (dem Geldgeber) gehören, muss das Empfängerland alles zurückzahlen, die Schuldsumme plus Zinsen. Dann verlangen wir wie die Mafia unseren Anteil. Dazu gehören vor allem: die Kontrolle über die Stimmen in der Uno, die Errichtung von Militärstützpunkten oder der Zugang zu wichtigen Ressourcen. Natürlich erlassen wir dem Schuldner dafür nicht die Schulden – und haben uns so wieder ein Land dauerhaft unterworfen.

Wir wirken bescheiden und normal. Wir besuchen Projekte und sprechen mit den Lokalzeitungen über die wunderbaren humanitären Leistungen, die wir vollbringen. Wir bedecken die Konferenztische von Regierungsausschüssen mit Tabellen und finanziellen Hochrechungen und halten an der Harvard Business School Vorlesungen über die Wunder der Makroökonomie. Wir sind stets präsent und agieren ganz offen. Oder zumindest stellen wir uns so dar und werden so akzeptiert. So funktioniert das System. Wir greifen selten zu illegalen Mitteln, weil das System auf Täuschung basiert, und das System ist von der Definition her legal.

Aber wenn wir scheitern, greift *eine ganz besonders finsterere Truppe ein, die wir als Schakale bezeichnen, Männer, die die direkten Erben die frühen Weltreiche sind. Die Schakale sind immer da, sie lauern im Schatten. Wenn sie auftauchen, werden Staatschefs gestürzt oder sterben bei “Unfällen”. Und wenn die Schakale versagen sollten, wie zum Beispiel in Afghanistan oder im Irak, dann muss doch wieder das alte Modell herhalten. Dann werden junge Männer in den Krieg geschickt, um zu töten und zu sterben.

Wir wollen gar nicht, dass die Schuldner ihre Schulden begleichen, denn diese Nichtzahlung gibt uns die Mittel an die Hand, die wir brauchen. Unter normalen Umständen würden wir dadurch unser Kapital ernsthaft gefährden, denn kein Gläubiger kann es sich dauerhaft leisten, allzu viele uneinbringliche Kredite in seinen Büchern zu haben.

Aber wir leben nicht unter normalen Umständen. *Wir drucken Geld, das nicht durch Gold gedeckt ist. Es wird im Wesentlichen durch nichts anderes gedeckt als durch das allgemeine weltweite Vertrauen in unsere Wirtschaft und in unsere Fähigkeit, die Kräfte und die Ressourcen des Imperiums, das wir geschaffen haben, richtig zu nutzen und einzusetzen.
Dass wir Geld drucken können, verleiht uns enorme Macht. Es bedeutet, dass wir weiterhin Darlehen vergeben können, die nie zurückgezahlt werden, und dass wir gigantische Schuldenberge aufhäufen können.

Solange die Welt das PRIVATE Geldsystem (WTO) akzeptiert, stellt diese exzessive Verschuldung keine ernste Gefahr für die Korporatokratie dar.“

http://www.wahrheitssuche.org/economic-hit-man.html
https://www.facebook.com/photo.php?fbid=421759041274990