Fünf Jahre Arbeit, 1.573 Euro Pension

Auf große Reden verstehen sich Politiker ja ganz gut. Deshalb haben sie schon oft erklärt, warum eine große Rentenreform nötig ist, damit das Geld der gesetzlichen Kasse auch künftig noch für die vielen Ruheständler reicht. Und schon diskutieren alle erneut über Lebensarbeitszeiten und Altersgrenzen, den Kreis der Einzahler und die Verpflichtung der Selbständigen.

Derweil sinkt das Niveau – das Rentenniveau. Nur eine Gruppe blieb bisher von Reformdiskussionen verschont: die Beamten. Dabei werden gerade ihre Ruhestandsgehälter zum immer größeren Problem.

Ein Problem, das in Zahlen ausgedrückt bereits 408 Milliarden Euro schwer ist. Fast eine halbe Billion Euro, so hoch waren laut Bundesfinanzministerium 2014 die Rückstellungen, die der Bund bildete, um künftig die Beamtenpensionen noch bezahlen zu können. Jahrzehntelang hat er hohe Pensionszusagen gegeben, „aber zunächst lange keine Rücklagenbildung“ betrieben, stellt eine Studie fest, die Professor Bernd Raffelhüschen vom Forschungszentrum Generationenverträge der Universität Freiburg im Auftrag des Bundes der Steuerzahler erstellt hat. Seine Berechnungen sagen: Bis zum Jahr 2050 wird der Staat 1,3 bis 1,4 Billionen Euro für Pensionen berappen müssen.

https://www.zeit.de/wirtschaft/2016-06/beamtenpension-rentenreform-altersarmut-ruhestand?fbclid=IwAR1xo0qIdLlMqx48vuoE0Uq9zHqAn1zh0Vx-pIRImdoRV07YIbt5K_K5alU