Nach der anfänglichen Freude kommt nun die Nüchternheit!

 

Der Mensch bleibt der Wirtschaft als Sklave erhalten und so wird jeder einzelne weiter um seine Würde und das Überleben kämpfen müssen.

Es ist den Betroffenen überlassen – gute Argumente zu finden, warum eine Sanktion gegen ihn – nicht vertretbar ist.

Anwälte werden nicht arbeitslos und Gerichte werden noch mehr Arbeit bekommen, weil nun genauer hingesehen werden muss.

Und das genau ist eigentlich einer der wenigen auch – „positiven Aspekte“ des Urteils.

Sanktionen sind nun begrenzt und Jobcenter müssen sich detailierter mit den Sorgen und Nöten der Betroffenen auseinandersetzen. Das zumindest eröffnet die Chancen, dass auf eine Sanktion verzichtet wird.

Leider birgt das neue Gefahren, denn nur mit detailierten Begründungen – also sich „nackt machen“, kann man auf die Milde eines Mitarbeiters und ggf. Sozialgerichtes hoffen.

Ja, man kann nun nicht mehr Obdachlos gemacht werden und es kann nicht alles gestrichen werden, aber die Fragen bei den viel zu geringen Regelsätzen, wie zum Beispiel: „kaufe ich mein Essen, kaufe ich meinen Kindern die Winterschuhe oder bezahle ich die Rechnungen, usw.“ – bleiben bestehen.

Am Ende des Tages bleibt nur festzustellen: Die Spaltung der Gesellschaft durch die Hartz IV – Gesetze, wird nicht gestoppt, sondern nur verlangsamt.

„Dieses Urteil ist keine Operation um gesund zu werden, sondern nur ein kleines Pflaster um die Wunde zu überdecken.“

Aber immerhin, es macht auch Mut – weiterzukämpfen!

Perry Feth

https://www.sueddeutsche.de/…/hartz-iv-urteil-prantl-meinun…

https://www.sueddeutsche.de/politik/hartz-iv-urteil-prantl-meinung-1.4673395?fbclid=IwAR02dtdS7ik-1-lNNi3FU2JKhR8FSc0ko-yalJV7r9JIaJGjdTsBR9NcMgg