“Spielen nach den gleichen Regeln”

Der Multikulturalismus behauptet, dass das Bestehen auf den eigenen Regeln intolerant sei, das Zusammenleben erschwere und “Bereicherung” verhindere. Er meint, dass sich die Durchsetzung deutscher kultureller und rechtlicher Regeln wie ein Keil zwischen die deutsche Bevölkerung und die Migranten schiebe und dass das Gegenteil, das Tolerieren verschiedener Regelsysteme, die Menschen in Frieden zusammenführe. Wer dies verneint, wird als Nationalist oder gar Rassist beschimpft.

Es ist genau umgekehrt: Laissez-faire erzeugt Rassismus
Erst gemeinsame Regeln ermöglichen das Zusammenleben. Am Fußball ist klar zu sehen, wie gut Menschen fremder Kulturen miteinander auskommen können. Hier integrieren sich die verschiedensten Nationen und Kulturen; das ist schön anzusehen. Am bloßen “Wollen” liegt es aber nicht, auch nicht an der übergroßen Liebe der Fußballspieler für die Kollegen. Vielmehr gibt es genau einen Grund: Es gelten für alle die gleichen Regeln. Ich wiederhole: Es gelten für alle die gleichen Regeln. Wer sich nicht an die Regeln hält, darf nicht mitspielen. Und schon klappt es mit der Integration! Das gilt auch für die Gesellschaft als Ganzes.

Wenn aber je nach kultureller Herkunft verschiedene Regeln gelten dürfen, dann werden sich nach kurzer Zeit Missverständnisse, Frustrationen, Verletzungen, und Übervorteilungen aufhäufen; das Ergebnis ist allseitiges Misstrauen. Wer das erfahren hat, möchte mit dem jeweils anderen nichts zu tun haben. Was der Multikulturalismus als Toleranz ansieht, nämlich das Laissez-faire verschiedener Regeln auf dem gleichen gesellschaftlichen Spielfeld, treibt die Menschen in Unfrieden auseinander.

Eine aufnehmende Gesellschaft tut aus diesem Grunde gut daran, gegenüber Immigranten auf die Einhaltung der eigenen Regeln zu bestehen. Volle Regelkonformität muss nicht von Anfang an bestehen, das wäre sicher eine Überforderung. Aber das Ziel muss von Anfang an kommuniziert werden.

Ein Lassez-faire wird hingegen zur Bildung von Parallel- oder feindselig sich gegenüberstehenden Gegengesellschaften führen. Dann zerfällt die Gesellschaft in Segmente, die aneinander vorbeileben und an deren Berührungspunkten regelmäßig Konflikte ausgetragen werden. Diese “Toleranz” erzeugt so gerade die Fremdenfeindlichkeit, die sie verhindern sollte. Und das absolut nicht nur bei der aufnehmenden Gesellschaft: Es wächst auch die Feindseligkeit gegenüber der herkömmlichen Bevölkerung (“Du Kartoffel” usw.). Das kann man in Frankreich und Großbritannien besichtigen. Es zeigt sich auch immer mehr bei uns.

Das Bestehen auf “Spielen nach den gleichen Regeln” ist also gerade nicht nationalistisch. Es ist keine Fremdenfeindlichkeit. Es bedeutet gerade nicht, dass man die eigene Kultur für überlegen hält. Vielmehr ist es die Grundlage der Offenheit für den anderen aus einer anderen Kultur und einem anderen Land. Es ist die Grundlage für eine faire Teilhabe des Fremden.

Die jetzige falsche Toleranz hingegen spaltet Deutschland in die, die (wie die ursprüngliche deutsche Bevölkerung) die herkömmlichen Regeln des Zusammenlebens anerkennen und leben, und diejenigen, die sie nicht leben können oder wollen, weil man ihnen nicht erklärt hat, dass sie nur mit Einhaltung der Regeln eine faire Chance auf Teilhabe haben. Es ist die falsche Toleranz der herrschenden Politik, die Integration verhindert und Feindseligkeiten erzeugt.

Die Einhaltung gleicher Spielregeln wäre einfacher zu verwirklichen, wenn man sich die Einwanderer nicht nur danach aussuchte, ob sie die Schlepper bezahlen können und die Strapazen der Migration, u.a. die gefährliche Mittelmeerüberqueerung, überstehen, sondern ob man von ihnen eine kulturelle Anpassung erwarten kann.

Denn es fällt auf, dass der kulturelle Hintergrund von Migranten einen großen Einfluss auf den Willen zur Einhaltung von Regeln und zur Integration insgesamt hat. In ostasiatischen Kulturen sind Werte wie Fleiß, Ordnung und Konformität mit gesellschaftlichen Regeln stark ausgeprägt. Wir beobachten, dass Migranten aus diesem Kulturkreis oft nicht nur bestens integriert sind, sondern buchstäblich zu den Besten und Erfolgreichsten gehören. Europäer und Einwanderer aus westlichen Kulturkreisen wiederum stehen uns von Anfang an kulturell sehr nahe und haben eine entsprechend gute Aussicht auf erfolgreiche Integration. Umgekehrt gilt das für Migranten aus islamischen oder afrikanischen Kulturkreisen allzu oft leider nicht.

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