Grüner Stadtrat will Autos langsamer machen, weil sie schneller als der Nahverkehr sind

Hinter der bürgerlichen Fassade der GRÜNEN steckt aggressiver Antikapitalismus. Feindbild von Florian Schmidt: Immobilieneigentümer und Autofahrer. Morgens wacht der gelernte Gitarrenlehrer auf und überlegt, wie er Investoren Steine in den Weg legen kann und wie er Autofahrern das fahren vermiesen kann.

Der grüne Stadtrat Florian Schmidt (44) sorgt sich um die Umwelt. Er möchte deshalb, dass möglichst viele Berliner vom Auto auf die Öffis umsteigen. So weit, so gut. Doch um dieses Ziel zu erreichen, will er nicht etwa die Öffis schneller und besser machen. Nein, vor allem soll das Autofahren teurer, nerviger und langsamer werden.

Florian Schmidt will Autofahren in der Stadt verlangsamen

Zu seinen Schlussfolgerungen kam Schmidt durch ein Erweckungserlebnis. Der Grüne, der kein Auto besitzt und immer nur mit den Öffis ins Büro fährt, kutschierte an jenem Tag ausnahmsweise mit dem Mietwagen ins Kreuzberger Rathaus. Was Schmidt dabei erlebte, fand er erschreckend: „Plötzlich war ich doppelt so schnell im Büro wie sonst mit öffentlichen Verkehrsmitteln.“ Und das dürfe ja wohl nicht wahr sein: „Was ist denn das für eine Verkehrsplanung, wo ich innerhalb der Stadt, um neun Uhr morgens, doppelt so schnell mit dem Auto bin? Da läuft was falsch.“

Allein das Entsetzen über die reibungslose, flotte Autofahrt zur Arbeit kann einem kurios vorkommen. Aber wichtiger ist, welche Lehre Schmidt aus seinem Erlebnis zieht: Das Autofahren müsse künstlich verlangsamt werden! Ausbremsen und gängeln – das fällt ihm als Erstes ein. Aber damit nicht genug: Nötig seien auch hohe Parkgebühren und Mautsysteme, also Gebühren für das Befahren der City. „Viele Städte haben Mautsysteme. Da wird man sich überlegen: Mein Auto kostet 25.000 Euro in der Anschaffung und für die Zeit der Nutzung nochmals 25.000 Euro für teure Parkplätze oder Mautgebühren in der Innenstadt“, sagte Schmidt jetzt in der „Welt“.

Der wirksamste Hebel gegen den Autoverkehr sei es nun mal, „das individuelle Autofahren unbequem zu machen, so hart das klingt.“ Es sei sinnvoll, „dass die Menschen nur noch selten Autos benutzen und wenn, dann ein Car-Sharing-Fahrzeug“. Wer sein eigenes Auto behalten wolle, „stellt es eben ein Stück vor der Stadt ab und pendelt dorthin mit Bus oder Bahn“.

Öffentliche Verkehrsmittel müssen verbessert werden – dann wird aufs Auto verzichtet

Doch das ist leichter gesagt als getan. In randvoll gequetschten Öffis sind Pendler schon gestresst, bevor sie bei der Arbeit ankommen. Nicht gerade ein Anreiz, das Auto stehen zu lassen. Und jetzt verkürzt die BVG auch noch mehrere Buslinien (TXL, M48), sodass Passagiere öfter umsteigen müssen. Eine Belastung, die viele KURIER-Leserbriefschreiber empört.

Wäre es nicht besser, die Öffis zu stärken, statt auf Krampf die Autofahrer mit hohen Parkgebühren & Co. zu quälen? Ja, sagt der FDP-Politiker Henner Schmidt. Berlinbrauche gute Öffis – und zusätzlich bessere Angebote, die Auto und Öffis kombinieren (Park & Ride).

Dieser Artikel wurde verfasst von Mike Wilms

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