Schäuble nennt Bargeldabschaffung „ziemlichen Unsinn“

2016
Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hat Befürchtungen vor einer Bargeldabschaffung in Deutschland als grundlos zurückgewiesen. Entsprechende Interpretationen seien „alles ziemlicher Unsinn“, sagte Schäuble am Donnerstag in Berlin vor dem Verein der Auslandspresse. „Ich finde, wir sollten uns in diese Aufregungsspirale nicht hineinbegeben.“

https://www.welt.de/wirtschaft/article155712755/Schaeuble-nennt-Bargeldabschaffung-ziemlichen-Unsinn.html

2010
Ökonomen legen den Zentralbanken in der bargeldlosen Welt ohnehin eine restriktive Geldpolitik ans Herz, denn es droht Inflation. Wer das Bargeld abschafft, riskiert ein starkes Geldmengenwachstum und damit die Gefahr von steigenden Preisen, prognostizierte schon vor 80 Jahren der berühmte Ökonom John Maynard Keynes in seinem Buch „Vom Gelde“. Banken könnten theoretisch unendlich viel Geld erschaffen, wenn es kein Bargeld mehr gäbe, schrieb Keynes. https://www.handelsblatt.com/…/oekono…/3752086-2.html…

2016
„Abschaffung wäre kaum mit dem Grundgesetz zu vereinbaren“
https://www.wiwo.de/…/bargeld-abschaffung…/12941132.html

Einig waren sich am Ende beide Di Fabio und Yves Mersch, dass Bargeld noch lange erhalten bleibt.
Yves Mersch, Direktoriumsmitglied der EZB, das Bargeld für schützenswert. Er verbindet mit Bargeld vor allem das Recht an den eigenen Daten. Bargeldzahlungen könnten nun einmal weder durch den Staat noch Dritte nachverfolgt werden. „Der Verweis auf die Privatsphäre mag einigen altmodisch erscheinen“, sagte der 68-jährige Luxemburger. Doch Bargeld schütze vor einem Überwachungsstaat und Meinungsdiktatur.
In die gleiche Richtung argumentierte der 63-jährige Ex-Verfassungsrichter Udo Di Fabio. „Wir können die Bürger nicht in ein System zwingen, in dem sie dauernd Spuren hinterlassen“, sagte Di Fabio. Jeder müsse auch in Zukunft zumindest eine Wahl haben.
„Übertransparenz in der digitalen Zeit gefährdet die Idee der Privatheit“, so Di Fabio.
Einig waren sich am Ende beide, dass Bargeld noch lange erhalten bleibt.
https://www.welt.de/…/Bargeld-Werden-Muenzen-und…

Selbst das Argument, „die Schlangen an den Kassen könnten kürzer sein, wenn jeder seine EC-Karte zahlt“ entspricht von einigen wenigen Ausnahmen bei älteren Menschen, nicht meinen Beobachtungen. Ich bezahle immer Bar und noch nie hat einer mit Karte schneller bezahlt als ich. Die alten Menschen, die sich schon mit dem Barzahlen schwertun, die kommen mit der Kartenzahlung überhaupt nicht zurecht.

Der Wirtschaftliche Aufschwung durch den nationalen und internationalen Handel in Europa, war mit der Akzeptanz von Bargeld, als allgemeingültiges Zahlungsmittel eng verbunden. Wer hier herumexperimentiert, der weiß immer noch nicht, dass der Wert von Geld eine reine Glaubenssache ist.
Geld ist ein Zahlungsmittel, das nur auf Grund allgemeiner Akzeptanz zu weiterem Tausch eingesetzt werden kann.
Diese Akzeptanz musste bei der Einführung des Bargeldes in Europa, vor einigen Hundert Jahren erst einmal erreicht werden. Wer die Akzeptanz des bargeldlosen Zahlens nicht erreicht, der bewirkt ein Misstrauen, das der Wirtschaft schaden wird.