Regierungssprecher: Vor allem die afrikanische Mittelschicht macht sich auf den Weg nach Europa

Die UN hat eine Studie zu Fluchtgründen von afrikanischen Migranten veröffentlicht. Eines der Ergebnisse lautet, dass die meisten afrikanischen Migranten in ihren Heimatländern zur Mittelschicht gehören. Was bedeutet das für die Ausrichtung der deutschen Entwicklungszusammenarbeit? Mehr auf unserer Webseite: https://deutsch.rt.com/

Afrikanische Migranten in Europa sind einer neuen Studie zufolge in vielen Fällen besser ausgebildet als Altersgenossen, die in ihren Heimatländern verbleiben. 58 Prozent von knapp 2.000 Befragten hatten vor ihrer irregulären Einreise nach Europa, die zumeist über Libyen oder Marokko erfolgte, in ihrer Heimat entweder einen Job oder gingen noch zur Schule. Im Schnitt sind sie mindestens drei Jahre länger ausgebildet worden als Gleichaltrige in der Heimat. Das geht aus einem neuen Bericht des UN-Entwicklungsprogramms UNDP hervor, der am 21. Oktober in New York veröffentlicht wurde.

„Daraus lässt sich schließen, dass eine verstärkte Bildung den Horizont und die Ambitionen des Einzelnen erheblich erweitert hat, heißt es im Bericht. Eine Mehrheit der Berufstätigen hätte zudem in ihrem Herkunftsland „konkurrenzfähige“ Gehälter bekommen, dennoch hätten viele nicht das Gefühl gehabt, angemessen bezahlt zu werden.
Auf der Bundespressekonferenz führten die Ergebnisse der UN-Studie zu mehreren Fragen an die Regierungssprecher über die Ausrichtung der deutschen Entwicklungspolitik gegenüber Afrika.