Ursula von der Leyen hat die Machtspiele in Brüssel unterschätzt

Drei ihrer Kandidaten für die EU-Kommission fielen durch: Kritiker sprechen von Gesichtsverlust. Jetzt braucht Präsidentin von der Leyen eine neue Strategie. Von Julia Amalia Heyer, Peter Müller
Nein, zumindest an diesem Dienstag kann man nicht behaupten, Ursula von der Leyen kümmere sich zu wenig um die Europaparlamentarier. Gegen Mittag betritt die künftige Kommissionschefin einen abseits gelegenen Sitzungssaal im Parlamentsbau, etwa ein Dutzend EU-Abgeordnete sind dort versammelt. Sie haben sich zu einem Treffen des Europäischen Pferdenetzwerks zusammengefunden. „Es ist mir wichtig, mit Ihnen allen in Kontakt zu treten“, sagt die CDU-Politikerin.

Pferdeliebhaberin von der Leyen hat allerdings auch eine Botschaft, die über die Frage hinausreicht, wie Pferdebesitzer künftig besser von EU-Agrarfördermitteln profitieren können. „Das große Thema ist unsere Europäische Union“, sagt sie. „Wir müssen jetzt loslegen, wir müssen jetzt mit der neuen Kommission starten.“

Der Appell an Einheit und Eile ist nötig, und auch etwas mehr Nähe zu den Parlamentariern. In den vergangenen Wochen hatten die EU-Abgeordneten gleich drei der 26 Kommissarsanwärter zurückgewiesen, die von der Leyen vorgeschlagen

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