Nur 5000 Euro Strafe für Theresas Tod

Richter entschuldigt sich beim Vater des Opfers für das Urteil
von: JÖRG VÖLKERLING veröffentlicht am
23.10.2019 – 17:26 Uhr
Würzburg – Sprachlos, fas­sungslos, mit Tränen in den Augen: So verließ der Vater von Theresa (†20) am Mittwoch um 12.48 Uhr das Würzburger Amtsge­richt. Zuvor war das Urteil gegen den jungen Mann gefallen, der seine Tochter volltrunken überfahren hatte. Amts­richter Bernd Krieger ließ den An­geklagten Niclas H. (20) mit gerade mal 5000 Euro Geld­auflage heimgehen …

„Alles, was ich sagen könnte, wäre nicht jugendfrei“, sagte Vater Roland Stahl (52) nach dem unfassbar milden Urteil.

Mechatroniker Niclas H. und die wegen unterlassener Hil­feleistung ebenfalls zu Gelds­trafen verurteilten Mitfahrer hingegen nahmen ihre Strafen noch im Sitzungssaal an. Kein Wunder, hatte doch selbst die Staatsanwältin Martina Pfister-Luz zumindest für den Hauptangeklagten zweieinhalb Jahre Haft OHNE Bewährung gefordert!
Auf den Tag genau vor zwei­einhalb Jahren hatte sich Nic­las H. nach dem Besuch des Weinfestes in Untereisenheim mit über 2,89 Promille hinters Steuer seines VW Golf ge­setzt, war über einen Park­platz gedriftet, hatte eine Stange mitgenommen und dann auf einem Feldweg mit 60 bis 80 km/h die nach Hau­se laufende Theresa Stahl er­fasst. Sie wurde 13 Meter weit in ein Feld geschleudert. Ihr eigenes Auto hatte sie an diesem Abend ste­henlassen, weil sie nicht we­gen Alkohols am Steuer ihren Führerschein riskieren wollte.
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