Ideologien und ihre verhängnisvollen Irrtümer

Das Menschenbild im Nationalsozialsozialismus
Das Menschenbild des Nationalsozialismus ist Bestandteil der nationalsozialistischen Weltanschauung.
Diese wurde von Adolf Hitler, dem „Führer“ der nationalsozialistischen Bewegung, der dann später auch „Führer“ des „Großdeutschen Reiches“ war, bereits 1925 in seinem Buch „Mein Kampf“ ausführlich dargestellt.
Hier finden sich auch wichtige Stellen, in denen er sein Verständnis vom Wesen der Menschen darstellt.
Danach „erkennt die völkische Weltanschauung die Bedeutung der Menschheit in ihren rassischen Urelementen. Sie sieht im Staat prinzipiell nur ein Mittel zum Zweck und fasst als seinen Zweck die Erhaltung des rassischen Daseins der Menschen auf.“ (Diese und alle anderen Zitate entstammen der umfangreichen Dokumentensammlung von Walther Hofer, Der Nationalsozialismus. Dokumente 1933-1945. Neuausgabe Berlin 1982. Fischer Taschenbuch Nr. 6084. Zitat aus Dokument Nr. 15)
Hier wird bereits deutlich, dass es den Nationalsozialisten nicht um die einzelne Person an sich geht, wie das heute unser Verständnis ist, sondern die Individuen sind für diese Ideologie, aber auch für den neuen Staat nur interessant als Angehörige einer Rasse.
Das Wesen des einzelnen Menschen richtet sich nach der Rasse, der er zugehört.
„Rassen“ waren nach nationalsozialistischer Auffassung jeweils Völkergruppen, die biologisch, durch „das Blut“, nicht nur von der körperlichen Erscheinung her, sondern auch geistig und seelisch, miteinander verbunden sind. Das heißt also, auch die wesentlichen Merkmale der konkreten Menschen liegen in der Erbsubstanz der jeweiligen Rasse begründet.
Für die Nationalsozialisten gab es aber keine Gleichheit der Rassen, sondern sie propagierten die Verschiedenheit und vor allem behaupteten sie, es gebe unterschiedliche Wertigkeiten.
Gleich seien sie nur in dem „ehernen Gesetz“ des „Kampfes um Lebensraum“. (Mein Kampf, Dok. 15, Aus einer ideolog. Schrift der NSDAP 1933, Dok. 16)
Dies ist – neben der Rassenlehre der zweite wichtige Punkt der NS-Ideologie, der dann die Rechtfertigung für die Eroberungs- und Kriegspolitik Hitlers wurde.
Die Nationalsozialisten unterschieden drei große Gruppen von Rassen mit einem jeweils dazugehörigen Menschentyp
„Von grundlegender Bedeutung für das Staats-, Kultur- und Bildungsideal ist hier nun die Art, wie Rassen und Völker diesen Kampf um ihren Lebensraum bestehen. Die einen suchen diesen durch Bedürfnislosigkeit, Fügsamkeit, Zähigkeit, vielfach auch Fleiß und allmähliches unmerkliches Eindringen in schon bevölkerte Räume auszufechten. Sie zeichnen sich durchgehend durch eine außerordentliche Fruchtbarkeit aus, aber vermeiden möglichst den offenen Kampf zur Sicherung des Lebensraumes für ihre Nachkommen.
Zu diesen ‚Kuli- oder Fellachenrassen«‘ gehört die Überzahl der Bevölkerung des Erdballs, das Gros der farbigen Menschen Asiens und Afrikas und das ostbaltisch-ostisch-innerasiatische Volkstum Russlands.
Ein kleiner, aber mächtiger Teil der Erdbevölkerung wählte den Weg der Parasiten. Er sucht sich durch intelligente und heuchlerische Einfühlung und Überlistung in bodenständigen Volkstümern einzunisten, diese mit händlerischer Schlauheit um den Ertrag ihrer Arbeit zu bringen und durch raffinierte geistige Zersetzung der Selbstführung zu berauben. Die bekannteste und gefährlichste Art dieser Rasse ist das Judentum.
Die dritte Gruppe endlich führt den Kampf offen, mit Wagemut und selbstbewusstem Einsatz rassischer Kraft. Sie umfasst die aus-gesprochenen Herren- und Kriegerrassen. Sie ringen mit der Natur, um ihr Nahrung und Schätze des Bodens abzugewinnen, erst als Jäger, dann als Hirten und Bauern. Aber sie greifen auch zum Schwerte, wenn man sie ihrer Freiheit berauben will oder andere, insbesondere niedere Rassen, ihrem Nachwuchs einen Lebensraum streitig machen wollen, den diese ungenügend zu nutzen wissen. Nur diese Rassen haben sich als kulturschöpferisch und staatenbildend erwiesen. Die bedeutsamste unter ihnen ist die nordische geblieben, die sich mit ihrer Arbeits- und Wehrkraft über die Hälfte des Erdballes erobert und mit ihrer Technik und Wissenschaft ihn heute fast ganz unterworfen hat, das Vorvolk dieser Rasse aber ist die deutsche“.