Umgekehrt könnte es auch gewesen sein….

Wenn ich an die Politik der 60ger zurückdenke, so haben wir mit der USA schon sehr merkwürdige Geschäfte praktiziert. Wir haben damals begonnen gewisse landwirtschaftliche Artikel aus dem USA zu importieren um auf der anderen Seite unsere Güter wie autos usw. exportieren zu dürfen.
Dabei hatten wir selber schon damals ein Überfluss an unseren eigenen landwirtschaftlichen Gütern.
Dann kamen die Discounter und der Staat hat plötzlich die „Großbetriebe“ gefördert obwohl wir in den Jahren schon Butterberge kannten.
Heute produzieren wir durch die Großbetriebe immer mehr Krankheiten und überschüssige landwirtschaftliche Artikel und letztlich auch zu viele Gifte im Grundwasser.
Was also jahrelang teilweise sogar mit den „ahnungslosen Grünen“ (die Landwirtschaft ja nur vom Papier und nicht realistisch kennen) gefördert wurde, fällt uns heute schwer auf den Füßen.
Mit Monokulturen und den einseitigen Mastbetrieben haben wir mehr in der Umwelt zerstört als uns lieb sein kann.
Nur wir haben damals diese Richtung gefördert und die Landwirte haben damals sehr dankbar die Angebote ohne nachzudenken angenommen.
Heute wollen alle eine Veränderung der Entwicklung, weil die Mehrheit merkt, dass diese Richtung in einer unerwünschten Richtung und zu Lasten unsere Natur geht.
Nur die Landwirte glauben, dass sie so weitermachen können wie bisher und fürchten um Ihre Geldeinnahmen.
Nur, warum haben diese Landwirte vor vielen Jahren sämtlichen Unfug ohne Murren mitgemacht? Weil sie eine Geldreiche Zukunft witterten die sich auf Dauer aber gar nicht erfüllen konnte!
Nun zu glauben, dass man so wie bisher einfach so weitermachen kann und unsere Natur beerdigen darf um die Landwirtschaft zu retten ist nicht kritikfähig.
Nein, es müssen da dringend Lösungen gefunden werden. Und ja, wir werden auch in Zukunft landwirtschaftliche Erzeugnisse in Form von Pflanzen (inkl. Getreide) und Tieren benötigen. Nur eben mit mehr Vernunft!
Riesige Maisfelder und Schweinezuchtbetrieben (um nur zwei Makel als Beispiel zu nennen) passen auf Grund der Monokultur und Umweltgesichtspunkte nicht zu einer ordentlich geführten Landwirtschaft.
Bei den riesigen Mastbetrieben fallen Unmengen an Gülle an die normalerweise erst einmal über eine Anlage (beispielsweise BIO-Gasanlage) entkräftet werden müsste und selbst dann noch eine hohe Konzentration an Schadstoffe enthalten.
Bei den riesigen Getreide- und Maisfeldern ohne Wildkräuter haben Insekten keine Chance zu überleben.

Also demonstrieren die Bauern selber gegen ehrenwerte Landwirtschaft, weil sie ihre Verdienste in Gefahr sehen.
das ist verständlich, zumal es im Moment nur schwer ist, eine optimale Lösung zu finden.
Dafür haben jahrelange Fehlpolitik und Preiskämpfe auf dem Markt dafür gesorgt, dass die Lebensmittelpreise sich nie den wachsenden Löhnen anpassten konnten.
Auch da haben die Landwirte selber nicht begriffen, das mehr landwirtschaftliche Güter nur vorübergehend mehr Geld bringt!
Die haben einfach gerechnet, wenn ein Liter Milch 0,50 € bringt, dann bringen 100 Liter 50,00 €.
Vorrübergehend stimmt das auch. Nur wenn der Markt mit Milch übersättigt wird, dann sinkt der Milchpreis entsprechend und plötzlich wird der Milchpreis entsprechend gesenkt. Die Discounter haben sich gefreut, als sie die Milch so billig einkaufen konnten und haben nie darüber nachgedacht, den Preis wieder anzuheben. ein Händler will eben wie der Landwirt verdienen und damit hat sich der Landwirt in eine Schiene drängeln lassen die ihm im Grunde nie zustand.
Nur wie will man heute das Problem noch sinnvoll lösen. Durch ein eingreifen in der freien Marktwirtschaft?