Flüchtlingskommissar will Konsequenzen für VISA Missbrauch

Reinhard Götz
19. Oktober um 22:09 ·
Morgenpost 17.06.2019, 06:14

Dimitris Avramopoulos: Aber ja, im Moment steigt die Zahl im Vergleich zu den Vorjahresmonaten.

Das liegt ja vor allem daran, dass zunehmend Menschen, die visafrei in die EU einreisen dürfen, Asyl beantragen – aus Lateinamerika und dem Westbalkan vor allem.

Das Abkommen funktioniert. Wir brauchen es, es muss am Leben erhalten werden. Es ist in unserem gemeinsamen Interesse. Die Lage ist heute unter Kon­trolle. Es leben mehr als 3,5 Millionen Flüchtlinge in der Türkei. Die Tür zur Fortsetzung der Kooperation muss offen bleiben. Wir wollen das Gleiche mit anderen Ländern in der Mittelmeer-Region erreichen – zum Beispiel mit Ägypten. Das Land spielt eine wichtige Rolle auf der Flüchtlingsroute von Asien über den Nahen Osten nach Libyen. Probleme gibt es noch in der Subsahara-Region zu lösen – aber mit einigen Länder wie Niger oder Marokko arbeiten wir bereits sehr gut zusammen. Es geht nicht darum, eine Festung Europa zu schaffen: Aber wer kommen will, soll es auf legalen Wegen tun.

https://www.morgenpost.de/politik/article226192847/EU-Fluechtlingskommissar-Wir-muessen-weiter-Leben-retten.html?fbclid=IwAR2sIXpTzy8Gs_zjT6LjghioXusK61H9FA8BpgV0psIpS_0yCiZ8qAkU6Ho