Zufall oder Kalkül

Kahane, die heute die Amadeu Antonio Stiftung leitet, soll am Montag in Berlin noch einmal zurückblicken auf die Geschichte des SED-Staates.
Ihre Arbeit als Stasi-Informantin, die sie 1982 beendete, wird in der Einladung verschwiegen.

Am 12. Juni 1974 unterschrieb die angehende Lateinamerikanistik-Studentin Anetta Kahane eine Verpflichtungserklärung als Inoffizielle Mitarbeiterin (IM) beim DDR-Staatssicherheitsdienst. Mit schwungvollen Lettern gab sie zu Protokoll: „Hiermit erkläre ich mich bereit, auf freiwilliger Basis mit dem Ministerium für Staatssicherheit zusammenzuarbeiten. Ich verpflichte mich, mit niemandem über diese Verbindung zu sprechen. Aus Sicherheitsgründen wähle ich mir den Decknamen Victoria.“

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