Wochenthema: Radikalisierung junger Messer-Banden in Linz

In Linz sitzen die Messer locker. Immer mehr junge Migranten-Gangs dealen mit oder konsumieren Drogen auf offener Straße, rauben Passanten aus oder gehen wahllos auf ihre oftmals jungen Opfer los.

Berichte über Verbrechen häufen sich auch in Linz. Die Stahlstadt droht, zu einem Hotspot in Sachen Kriminalität zu werden. Immer wieder kommt es zu Straftaten mit Messern. Auffallend: Die Täter werden immer jünger. Und es handelt sich bei ihnen nicht selten um Migranten. Vor wenigen Tagen schockierte der Fall eines 15-Jährigen, der mitten auf der Landstraße brutal ausgeraubt worden war.

Eine Reportage von René Rabeder
Autofahrer mit dem Abstechen bedroht
Wer regelmäßig in Oberösterreichs Landeshauptstadt Linz unterwegs ist, kennt die einschlägigen Hotspots und die Szenen, die sich dort immer wieder abspielen sicherlich genau. Doch das Problem, dass die Stahlstadt mittlerweile mit jugendlichen Kriminellen, meist Migranten, hat, wächst derzeit aus den dunklen Ecken des Hauptbahnhofs und des Volksgartens hinaus. Am eigenen Leib erfahren musste dies vor wenigen Tagen ein PKW-Lenker aus Perg. Der 51-Jährige war im beschaulichen Stadtteil Urfahr unterwegs, als plötzlich ein Jugendlicher vor ihm bei Rot über die Straße ging. Als der Mann ihn darauf in etwas erregter Stimmlage darauf hinwies, dass ihn diese Aktion das Leben hätte kosten können, wurde der 14-Jährige aggressiv, drohte dem Autofahrer mit dem Abstechen. Sofort gesellten sich vier bis fünf Gleichaltrige hinzu und umstellten das Fahrzeug. Verglichen mit dem, was ein 15-Jähriger letzten Sonntag mitten auf der Landstraße erleben musste, war das aber sogar noch harmlos.

Haupttäter bereits gefasst
Unter vorgehaltenem Messer wurde ihm, als er um kurz vor 20 Uhr mit seiner Freundin auf der Höhe eines großen Einkaufszentrums unterwegs war, alles bis auf die Hose und die Socken geraubt. Zudem prügelte eine etwa zehnköpfige Bande auf den einheimischen Teenager ein, schlug ihm beinahe einen Zahn aus. Zudem erlitt er Prellungen im Gesicht. Wenige Stunden nach der Tat konnte die Polizei erste Fahndungserfolge vorweisen: Ein Türke und ein Jugendlicher mit österreichischen Ausweispapieren wurden festgenommen. Bei ersterem soll es sich um den Haupttäter handeln. Bei ihm fanden sich die Uhr, der Gürtel und das T-Shirt des Linzers. Der Stiefvater des Opfers erzählte gegenüber dem Wochenblick von Aussagen der Exekutivbeamten, dass solche Überfälle in Linz inzwischen schon fast täglich am Programm stünden – immer mit Waffengewalt. „Ich bin ja froh, dass wir jetzt die Grünen in die Regierung bekommen. Da wird es sicher besser.

Oft sind Messer im Spiel
Allerdings stehe ich mit dieser Meinung alleine da, denn die Beamten hier waren mit dem letzten Innenminister sehr zufrieden“, schrieb er noch zynisch am Sonntag in der ersten Aufregung, als er seinen Stiefsohn von der Polizeistation abholen musste, auf seinem Facebook-Profil. In einer Stellungnahme äußerte sich auch der zuständige Linzer Sicherheits-Stadtrat Michael Raml (FPÖ) zu den immer größer werdenden Problemen mit Migranten-Gangs: „Auffallend ist: Junge Täter, Messer, Migrationshintergrund. Man kann hier nicht mehr von Einzelfällen sprechen.“ Es gebe zudem ein gesetzliches Waffenverbot für bestimmte Drittstaatsangehörige. Das müsse aber auch kontrolliert werden, so Raml, der daraus schlussfolgert: „Daher brauchen wir mehr Polizisten in Linz!“

Messer spielen nicht nur in Linz eine Rolle. Sechs Messer-Attacken verzeichnet Österreich mittlerweile täglich

Haft in der Heimat?
Zudem unterstützt der Stadtrat die vom österreichischen Justizministerium ins Leben gerufene Initiative „Haft in der Heimat“. Damit soll Platz in den überfüllten Gefängnissen geschaffen und verurteilte Straftäter innerhalb von Europa in ihre Heimat gebracht werden, damit sie dort ihre Strafen absitzen können. Bereits vor mehreren Monaten hat der Generaldirektor für den Strafvollzug, Friedrich Koenig, sich dafür ausgesprochen, die Gefängnisse zu entlasten, indem „die Verbüßung der Haft im Heimatland weiter forciert” werde. Nun gibt es eine eigene Überstellungseinheit mit dem Namen „Prison Service Extradition Unit“, die bereits operativ im Einsatz ist. Eine Maßnahme, die aber erst bei strafmündigen Tätern greift. Das Problem bei vielen Straftaten – nicht nur in Linz – ist aber, dass die Täter oftmals zu jung für Haft sind. Hier wiederholt Raml seinen Ruf nach einer Anpassung des Jugendstrafrechts. „Wer alt genug für eine Straftat ist, soll auch alt genug für eine Strafe sein“, stellt er entschieden fest.

„Das Waffenverbot für Drittstaatsangehörige muss kontrolliert werden. Wir brauchen dringend mehr Polizei in Linz.“

Wirft man einen näheren Blick auf das Umfeld solcher Jugend-Banden, stellt man neben dem jungen Alter fest, dass Täter nicht selten aus archaischen Kulturen nach Österreich gekommen sind. Die Kultur und das generelle Wertebild, in dem die jungen Migranten aufwachsen, ist eine Erklärung für die oft eiskalte Brutalität ihrer Straftaten. Die Islamisierung der Stadt Linz nimmt augenscheinlich stetig zu. Immer mehr Hinterhofmoscheen wachsen wie die „Schwammerl“ aus dem Boden. Dass hier eine große Zahl junger Zuwanderer mitten in der Stadt radikalisiert wird, ist für viele Beobachter eine absolut fatale Entwicklung. In der letzten Gemeinderatssitzung forderten die Linzer Freiheitlichen daher erneut ein konsequenteres Vorgehen gegen den politischen Islam.

Islamisierung im Hinterhof: Linz hat ein großes Problem
Die freiheitlichen Forderungen nach konsequenterem Umgang mit dem politischen Islam scheiterten zuletzt im Linzer Gemeinderat immer wieder an der Haltung der ÖVP.

ÖVP: Nur Propaganda?
Mit einer Änderung im Raumordnungsgesetz sollte diesen Brutstätten der Radikalisierung ein Riegel vorgeschoben werden. Bisher sind den Behörden bei entsprechenden Kontrollen nämlich noch massiv die Hände gebunden. Doch sämtliche Versuche, hier gesetzliche Rahmenbedingungen zu verändern, scheitern laut dem Linzer Vize-Bürgermeister Markus Hein (FPÖ) bislang an der ÖVP. „Fakt ist, dass die ÖVP sehr wohl etwas gegen den politischen Islam tun könnte, es aber scheinbar nicht will. Nur mit einer Änderung des Raumordnungsgesetzes ist ein schnelles Ende der Hinterhofmoscheen möglich. Obwohl die ÖVP in ihrer Wahlkampfpropaganda oft polternd gegen Radikalisierungstendenzen auftritt, wurde unser Antrag trotzdem mit schwarzen Gegenstimmen abgelehnt. Trotz klarer Rechtssituationen begründet die ÖVP Linz ihr bängliches Schwanken mit einem angeblichen Diskussionspotential im zuständigen Ausschuss“, so Hein. Dass Grüne und Sozialdemokraten diesem Antrag keine Zustimmung geben könnten, sei klar, richtet er sich doch gegen die Interessen ihrer neuen Wählerschichten. Für die ÖVP wäre dieser Antrag hingegen eine politische Nagelprobe, bei der sie erneut an der eigenen Scheinheiligkeit gescheitert sei, so der Stadtvize, der weiter klarstellt: „In vorauseilendem Gehorsam vollzieht die ÖVP Linz schon jetzt einen Linksruck, um sich inhaltlich an eine mögliche schwarz-grüne Koalition im Bund anzupassen.“

Bürger fordern Schutz
Tatsache ist aber auf jeden Fall, dass politisches „Hick-Hack“ den Linzern nicht viel Nutzen bringt. Die Stadt droht zu einem einzigen großen Hot-
spot zu werden. Die Bevölkerung will endlich vor Messerstechern, Räubern, Vergewaltigern und Mördern beschützt werden.

Wochenthema: Radikalisierung junger Messer-Banden in Linz