Einübungen in den Weltuntergang

Aber selbst wer Joaqin Phoenix für ein Genie hält, muss blind sein, um über die Stärken des Films die Schwächen von „Joker“ zu übersehen.

Dieser Hype funktioniere und passe deshalb in die Gegenwart, so der Filmwissenschaftler Marcus Stiglegger in einer Facebook-Mitteilung, weil „der Film eine vorstellbare Revolte gegen ‚das Kapital‘ darstellt, die eben gerade nicht interessiert ist an einer gerechteren Umformung der Gesellschaft, sondern vor allem den Untergang selbst ersehnt. Gerade in den USA findet man ja nur ein sehr marginales Bewusstsein für linksintellektuelle Alternativen, aber umso mehr Lust am Zerschmettern mit der diffusen Hoffnung auf eine folgende Regeneration. Apokalyptik statt Revolution“.
https://www.heise.de/tp/features/Einuebungen-in-den-Weltuntergang-4551433.html?fbclid=IwAR20LuyOE17Rz9AQxln0msu3-I0KD3mqmvIOr5a1PEAXG-2ZIzIO7SWzwJI