Thüringen: Rentnerin übersprüht Nazi-Schmierereien – und muss nun vor Gericht

Eisenach. Sie übersprühte rechte Parolen, Nazi-Schmierereien und Symbole. Malte Herzen über Hakenkreuze, machte Hassbotschaften unkenntlich. Sie wollte etwas Gutes tun – doch dafür muss sich eine 73-jährige Frau in Thüringen nun vor Gericht verantworten.

Thüringen: Nazi-Symbole übersprüht – Rentnerin vor Gericht
Die 73-jährige Irmela Mensah-Schramm hat es sich zur Aufgabe gemacht, ihr Umfeld in Thüringen von rechtsextremen Schmierereien zu befreien, das berichtet der MDR. Wo immer sie derartige Graffiti, Aufkleber oder sonstiges Gekritzel sieht, wird sie tätig.
So auch in Eisenach, wo sie ein rotes Herz über das Wort „NS-Zone“ malte. Doch das brachte ihr mächtig Ärger ein. Denn jemand hatte sie dabei beobachtet und fotografiert. Irmela Mensah-Schramm musste vors Gericht.
73-Jährige wegen Sachbeschädigung verurteilt
Das Amtsgericht Eisenach verurteilte die 73-Jährige wegen Sachbeschädigung zu 300 Euro Strafe. Irmela Mensah-Schramm will das so nicht hinnehmen. „Ich habe keinen Fehler gemacht“, sagt sie gegenüber des MDR. Die rechtsradikalen Symbole seien die Sachbeschädigung – sie entferne nur die menschenverachtenden Botschaften.
Sachbeschädigung bleibe jedoch Sachbeschädigung, so das Gericht. Irmela Mensah-Schramm will sich von dem Urteil aber nicht stoppen lassen und weiter machen. Ausführlich berichtete der >>>MDR. (fno)
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