Studie: Kinderarmut in Deutschland auf Rekordhoch- Geld für Migranten hat Vorrang

MIGRANTEN ÜBERWEISEN FAST 18 MILLIARDEN EURO IN HERKUNFTSLÄNDER
EDITIERT VON BZ-REDAKTION AM 5. AUGUST 2019
Migranten und Flüchtlinge in Deutschland überweisen jedes Jahr Milliarden an ihre Familien zu Hause. Die Bundesregierung unterstützt diese Art der Entwicklungshilfe.1

Entscheidungen zur Migration beruhen auf einem komplexen Zusammenspiel individueller und struktureller Motive im Herkunftsland (u. a. soziale und ökonomische Faktoren wie Einkommens- und Arbeitsplatzperspektiven, schlechte Regierungsführung, Korruption sowie persönliche Faktoren wie vorhandene Sprachkenntnisse, Netzwerke und familiäre Bindungen). Die Aussicht, mit Transferleistungen möglicherweise die Familie im Herkunftsland finanziell zu unterstützen ist einer der Hauptgründe für die Entscheidung zur Migration in die Bundesrepublik Deutschland.2

Der PARITÄTISCHE fordert Einführung der Kindergrundsicherung
Mehr als jedes fünfte Kind oder Jugendlicher in Deutschland zählt zu den Armen. Das ist das alarmierende Ergebnis der aktuellen Studie „Verschlossene Türen. Eine Untersuchung der Einkommensungleichheit und Teilhabe von Kindern und Jugendlichen“ der Paritätischen Forschungsstelle. Am stärksten von Armut betroffen sind demnach Minderjährige aus kinderreichen Familien und Alleinerziehenden-Familien.

Armut von Kindern und Jugendlichen fängt nicht erst an, wenn sie nicht mehr das Nötigste an Kleidung, Essen oder Wohnraum erhalten. Sondern bereits dann, wenn sie aus finanziellen Gründen nicht mehr mitmachen können – beim Sport, bei Schulveranstaltungen, bei Festen. Nur weil ihre Eltern über ein sehr niedriges Einkommen verfügen, erfahren diese Kinder soziale Ausgrenzung statt Teilhabe am Leben in der Mitte der Gesellschaft. Ein Aufwachsen in Armut hat für die betroffenen Kinder und Jugendlichen akute und langfristige negative Folgen – insbesondere auch auf ihre Bildungsbiografien.

„Kinderarmut in Deutschland ist nicht hinnehmbar. Die Gesellschaft muss sich um Kinder und Jugendliche kümmern, die permanenten Mangel und Entbehrung erleben. Das Konzept der Kindergrundsicherung kann dazu beitragen, dass Minderjährige gleichberechtigt aufwachsen können und faire Chancen erhalten. Wir fordern die Landesregierung in Schleswig-Holstein deshalb dazu auf, sich nachdrücklich beim Bund für eine rasche Einführung der einkommens- und bedarfsorientierten Kindergrundsicherung einzusetzen“, sagt Michael Saitner, Vorstand PARITÄTISCHER Schleswig-Holstein.

Das existenzsichernde Kindergeld müsste, dem Existenzsicherungsbericht der Bundesrepublik folgend, derzeit bei 628 Euro monatlich pro Kind liegen.

1Die Welt 2BZ 3PARITÄTISCHER SH

Abgelegt in National
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