NEUE DETAILS ZU DEN 3563 ANGRIFFEN IM ERSTEN HALBJAHR 2019

Die Messer-Akte NRW!
von: PETER POENSGEN veröffentlicht am
04.10.2019 – 17:56 Uhr
Düsseldorf – Seit Anfang 2019 werden in Nordrhein-Westfalen erstmals gesondert alle Straftaten erfasst, die mit Messern verübt wurden. Im ersten Halbjahr waren das 3563. Doch hinter der reinen Zahl stecken viele weitere Facetten.

BILD fasst die „NRW-Akte Messer-Angriff“ laut einer aktuellen Antwort von Innenminister Herbert Reul (67, CDU) auf eine Kleine Anfrage der AfD-Landtagsfraktion zusammen.

► Die Opfer: Zu ihnen zählen Flüchtlinge und Asylbewerber (129 Fälle), aber eben auch Polizisten (79), Berufsschüler (59), Obdachlose (15) oder stark betrunkene Personen (28). Auch Lehrer wurden in elf Fällen Messer-Opfer, ebenso Taxifahrer (9). In 3187 Fällen wurde gar kein Opfermerkmal zugeordnet.
► Beziehung zum Täter: Die Familie ist häufig Raum der Messer-Gewalt: So sind 164 der Opfer Ehepartner des Täters, Lebensgefährten (139), Ex-Partner (122), Eltern (124), Geschwister (89) oder Kinder (46). Auch hier gilt aber, dass in 1542 Fällen die Beziehung nicht geklärt wurde.

► Tatorte: Die Messer-Straftaten ereigneten sich zu 31 Prozent in Wohnhäusern, in Asyl- und Flüchtlingsunterkünften (3,58 Prozent), Schulen (2,76 Prozent) und im öffentlichen Nahverkehr (4,62 Prozent), zu 3,38 Prozent in Geschäften.
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