Gebrauchte Stromer

Beim Elektro-Smart kostet ein Akku-Tausch bis zu 17.000 Euro
Wer sich einen gebrauchten Stromer zulegt, umgeht die teuren Neupreise – hat aber auch ein Garantie-Risiko. Bei einem Kleinwagen wie dem alten E-Smart kann ein defekter Akku zum wirtschaftlichen Totalschaden werden, auch wenn ein Neuteil nur selten nötig ist.

Wirtschaftlicher Totalschaden bei einem fünf Jahre alten Auto, weil der Akku schlapp macht? Ein Leserbrief in der „ADAC Motorwelt“ lässt derzeit die Elektro-Szene aufhorchen. „Bei meinem Smart 451 ist nun nach fünf Jahren die Batterie defekt. Die Kosten für den Austausch liegen bei 17.000 Euro zzgl. Mehrwertsteuer, der Liefertermin ist etwa im September. Der Kleine ist nun ein wirtschaftlicher Totalschaden. Ich stelle ihn in den Garten, werde ihn grün bepflanzen und wieder mit meinem Diesel zur Arbeit fahren“, so der stoische Kommentar eines Lesers aus Speyer. Die Tragweite muss man sich klarmachen: Wenn solche Beispiele tatsächlich öfter passieren sollten, wäre der Markt für Elektroautos – zumindest für Gebrauchtfahrzeuge – schon mausetot, bevor er überhaupt richtig losgelegt hat.
Doch kann diese enorme Summe von 17.000 Euro überhaupt stimmen? Offenbar ja: „Die Kosten für den Austausch der Batterie hängen davon ab, ob ein Austauschteil verbaut werden kann (Kosten ca. 8600 Euro) oder ein Neuteil (17.000 Euro) zuzüglich der Werkstattkosten (ca. 30 Arbeitswerte für den Austausch)“, sagt Daimler-Sprecher Dietmar Göllner auf Anfrage von FOCUS Online.
https://www.focus.de/auto/elektroauto/gebrauchte-stromer-beim-elektro-smart-kostet-ein-akku-bis-zu-17-000-euro_id_10967064.html?fbc=fb-shares&fbclid=IwAR2ccgVCWGNjVMZJ5S1BzukoIvkoenU67_Ez-3iNL0Mz1oQ2wBa5JITCuew