Vor genau einem Jahr…

„Wenn ich nicht gewählt worden wäre, wärt ihr jetzt im Krieg“
Am Rande der UN-Generaldebatte nimmt Trump für sich in Anspruch, einen Krieg mit Nordkorea verhindert zu haben. Sein Vorgänger Obama habe ihm gesagt, er sei „sehr nah dran“ gewesen an einer militärischen Auseinandersetzung.
US-Präsident Donald Trump nimmt für sich in Anspruch, einen folgenschweren Krieg mit Nordkorea abgewendet zu haben. Sein Vorgänger Barack Obama habe ihm gesagt, dass er „sehr nah dran“ gewesen sei, in den Krieg gegen das Land zu ziehen, sagte Trump am Mittwoch bei einer Pressekonferenz am Rande der Generaldebatte der UN-Vollversammlung in New York. „Wenn ich nicht gewählt worden wäre, wärt ihr jetzt im Krieg.“
Angesichts immer schärferer Verbalattacken zwischen Trump und dem nordkoreanischen Staatschef Kim Jong-un waren im vergangenen Jahr in der internationalen Gemeinschaft Sorgen vor einem Krieg umgegangen. Damals hatte Pjöngjang mit einer Serie umfangreicher Atomwaffentests für Aufruhr gesorgt.

Trump setzt auf Diplomatie
Inzwischen setzen die US-Regierung und Nordkorea auf Diplomatie. Im Sommer traf Trump zu einem historischen Gipfel in Singapur mit Kim zusammen, doch sehen Experten dessen Zusagen zu einer atomaren Abrüstung skeptisch.
Trump verteidigte das Treffen gegen Kritik, nicht viel gewonnen und Kim stattdessen eine internationale Bühne verschafft zu haben. Im Juni habe er nichts aufgegeben außer seine Zeit, und dennoch stehe Nordkorea nun „auf der Schwelle“ zur Denuklearisierung, sagte Trump. Er glaube, dass ein Atomdeal mit Kim möglich sei.
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