VOR AUSCHWITZ KOMITEE

Hamburgs Kultursenator bedauert Aussage zur „sogenannten Antifa“
Nach einem Gespräch mit Vertretern des Auschwitz Komitees sagt Hamburgs Kultursenator Carsten Brosda (SPD), er habe nicht gewusst, „wie verletzend“ seine Worte gewirkt hätten.
Hamburgs Kultursenator Carsten Brosda (SPD) distanziert sich nun doch von Aussagen, die er bei einer Rede anlässlich einer Gedenkfeier in der Gedenkstätte Neuengamme am 3. Mai gehalten hatte. Noch unter dem Eindruck der damaligen Debatte um Antifa-Aufkleber in einer Hamburger Schule hatte er gesagt: „Wenn heute der Antifaschismus zum breiten Konsens erklärt wird, so bezieht sich das auf die Feststellung der gemeinsamen Verantwortung im Kampf gegen den Rechtsextremismus.“ Und weiter: „Aber es bedeutet nicht, dass plötzlich auch alle weiteren ideologischen Positionen der sogenannten Antifa plötzlich breite gesellschaftliche Resonanz erwarten dürfen.“
Vor allem der Begriff „sogenannte Antifa“ sorgte daraufhin für Empörung unter anderem beim Auschwitz Komitee, dessen Vorsitzende Esther Bejarano daraufhin zu einem klärenden Gespräch aufrief. Brosda hatte zunächst seine Aussagen noch verteidigt, nach dem Gespräch, das zwischenzeitlich stattgefunden hat, heißt es nun in einer Pressemitteilung des Komitees: „Senator Brosda betonte, dass seine Aussage nicht diskriminierend gemeint war, er sei sich nicht bewusst gewesen, wie verletzend sie gewirkt habe. Er würde das so nicht wieder sagen und nahm seine Formulierung zurück. Er betonte aber, dass ein Dialog nur mit Menschen möglich sei, die ‚kein geschlossenes Weltbild‘ haben und nicht auf dem Anspruch bestehen, die ‚absolute Wahrheit‘ zu vertreten. Am Ende des Gesprächs schlug der Senator vor, sich auf die gemeinsamen Aufgaben zu besinnen. Das ist in unserem Sinne.“

Weitere Gespräche seien geplant. Die Kulturbehörde bestätigte diese Angabe auf WELT-Anfrage und sprach von einem „vertrauensvollen und aus unserer Sicht konstruktiven Austausch“.

Das Auschwitz Komitee wurde 1986 von Überlebenden des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau gegründet.

https://www.welt.de/regionales/hamburg/article197479361/Hamburgs-Kultursenator-Brosda-bedauert-Aussage-zur-sogenannten-Antifa.html?fbclid=IwAR2uX6D9woTBf54_ys0Jau0YYKBJvy5mKDpBEg74wWmYY9WHED-2ay35S8I
Christian Horst
17 Std. ·
Wenn schon leiseste Kritik an der selbsternannten Antifa sofort Gegenwind auslöst.

Linke Terroristen werden vom Auschwitz Komitee verteidigt, dessen Vorsitzende Esther Bejarano ein „klärendes Gespräch“ forderte.
Mat Jahn
Die Sprachpolizei unterwegs !