Wochenlanger Arbeitskampf zu Ende

Tarifeinigung im Einzelhandel
Ungelernte Kräfte und Auszubildende profitieren am meisten
Tarifabschluss ist für Bremen und Niedersachsen nicht allgemeinverbindlich
Ab 1. Juli erhalten die Angestellten drei Prozent mehr Geld
Verkäufer und Verkäuferinnen verdienen im Einzel- und Versandhandel in Bremen und Niedersachsen künftig mehr Geld – wenn ihr Unternehmen denn nach Tarifvertrag zahlt.
Nach wochenlangem Arbeitskampf gibt es einen Tarifabschluss für den Einzel- und Versandhandel in Bremen und Niedersachsen. Das meldet die Gewerkschaft Verdi. Demnach erhalten Verkäuferinnen und Verkäufer ab 1. Juli drei Prozent mehr Geld. Ab Mai kommenden Jahres steigen die Einkommen um weitere 1,8 Prozent.
Vor allem Ungelernte und Auszubildende profitierten laut Verdi von dem Tarifabschluss. Allerdings seien die Tarifverträge im Einzelhandel weiterhin nicht allgemeinverbindlich.
https://www.butenunbinnen.de/nachrichten/politik/tarifeinigung-verdi-einzelhandel-bremen-100.html?fbclid=IwAR23IfwRIb9L3wZyq4Pmlitk8DKtY5oPv8Y01PKB5mCjjP_TSZmlOhSg-n8
Equal Pay +10%
11 Std. •
Text Jutta Krellmann: – Nach einem langen Kampf konnten die Beschäftigten im #Einzelhandel und ver.di endlich einen Erfolg erringen! Das Vorhaben der Unternehmer, die Reallöhne zu senken, konnte abgewendet werden und es konnte sogar noch ein Plus für die Beschäftigten herausgeschlagen werden. Streiken lohnt sich halt!
Equal Pay +10%
3 Std. ·
+++ Tarifbindung: Schleichender Abschied? Seit Jahren schon! +++
Immer weniger Unternehmen dabei!
Und darin liegt auch unsere geharnischte Kritik an den Gewerkschaften!
Man kann, gerade wegen dieser sehr beunruhigenden Entwicklung am Arbeitsmarkt, nicht immer die selben alten Leider singen, wie alle Jahre wieder, („5% mehr weil wir es uns Wert sind“, oder 2Tage mehr Urlaub für Gewerkschaftsmitglieder)!
Das galt in den Siebzigern, späten Achtzigern noch, da konnte man noch damit kommen, aber leider trifft das immer weniger in der Arbeitnehmerschaft, erreicht nur noch die sogenannten „Premiummitglieder“ der Gewerkschaften, in der Montan, der Auto und Elektroindustrie!
Die Fläche der Arbeitgeber aber, schert durch verlassen des Arbeitgeberverbandes, immer mehr aus, mit Tarifverträge erreicht man immer weniger Betriebe!
Sehr viele Arbeitnehmer haben, trotz Gewerkschaftszugehörigkeit, immer weniger davon!

Gute Forderungen wären, abschaffen der Leihseuche, zumindest auf den Stand von 1974 wieder zurückfahren. Arbeitslosengeld I nach unten deckeln, mit nicht unter 1.200,-€, (Der Niedriglohnsektor würde sein Schrecken verlieren), Hartz IV endlich auf Pfändungsfreibetrag anheben, der Mindestlohn auf 12,-€ rauf und die Mindestrente, basierend auf ein System, in das ALLE im Staate einzahlen umsetzen, mit nicht unter 1.250,-€, dann passt es wieder!
https://www.zdf.de/nachrichten/heute/zustimmung-zu-tarifbindung-schwindet-102.html?fbclid=IwAR2JIZFo044-VNtOOHG8uD1DT6SvZIvEA-ysmWw2XCKu-Z2hvUbVAclO5RQ#xtor=CS5-62