Leiharbeit und Hartz IV

Trendwende am Arbeitsmarkt?
Weniger Beschäftigte in der Leiharbeit
23. Juli 2019

Die Zahl der Beschäftigten in Leiharbeit hat im Jahr 2018 abgenommen. Mit insgesamt rund einer Million Beschäftigten waren jedoch immer noch 2,6 Prozent der abhängig Beschäftigten als Leiharbeiter tätig.
Im Jahr 2018 waren laut Statistik der Bundesagentur für Arbeit (BA) rund eine Million Arbeitnehmer in Deutschland in der Leiharbeit beschäftigt. Nach Jahren des Wachstums in der Leiharbeit zeigt sich nun erstmals ein Rückgang der Beschäftigung in der Leiharbeit. Im Vergleich mit dem Vorjahr hat die Zahl der Leiharbeitnehmer um knapp 32.000 Personen beziehungsweise drei Prozent abgenommen. Auch der Anteil an allen Beschäftigten ist im Jahr 2018 zum ersten Mal wieder leicht gesunken. Die Leiharbeit machte 2018 2,6 Prozent aller geringfügigen oder sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnisse aus – ein Rückgang um 0,2 Prozentpunkte gegenüber 2017.
Der Rückgang der Beschäftigungsverhältnisse in der Leiharbeit zeigte sich dabei gleichermaßen bei der geringfügigen Beschäftigung (Minijobs) und bei der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung in Voll- und Teilzeit. Noch bleibt abzuwarten, ob es sich hierbei um eine Trendwende am Arbeitsmarkt handelt. Auch die Gründe für den Rückgang sind noch unklar: Einerseits könnte es sich um Auswirkungen der Reform der Leiharbeit im Jahr 2017 handeln, die diese Beschäftigungsform eindämmen sollte. Andererseits gilt die Leiharbeit auch als ein Indikator für die Arbeitskräftenachfrage, da Unternehmen mithilfe von Leiharbeit flexibel auf Auftragsspitzen und Leerzeiten reagieren können. Laut Statistik der BA gab es zuletzt mehr Übertritte aus Leiharbeit in Arbeitslosigkeit: Zwischen Juli 2018 und Juni 2019 verloren knapp 335.000 Beschäftigte der Leiharbeit ihre Stelle, sechs Prozent mehr als im selben Zeitraum des Vorjahres.

Leiharbeit regional von unterschiedlich hoher Bedeutung
Im regionalen Vergleich zeigt sich, dass Leiharbeit je nach Bundesland unterschiedlich oft zum Einsatz kommt. Die geringste Bedeutung hat die Beschäftigung in Leiharbeit in Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein. Hier waren zum Stichtag am 31. Dezember 2018 nur 1,6 beziehungsweise 1,8 Prozent der Arbeitnehmer als Leiharbeiter beschäftigt. Anteilig mehr als doppelt so viele Leiharbeitnehmer gab es in Thüringen (3,5 Prozent) und Bremen (3,9 Prozent).
Leiharbeiter im Hamsterrad

Die BA weist in ihrem Bericht „Aktuelle Entwicklungen in der Zeitarbeit“ aus diesem Monat darauf hin, dass Beschäftigungsaufnahmen in der Leiharbeit weniger nachhaltig sind als im Durchschnitt aller Branchen. Für viele Beschäftigte ist die Arbeit bei einem Leiharbeitsunternehmen trotzdem langfristiger Berufsalltag. So zeigt die BA-Statistik, dass ein erheblicher Teil der Arbeitnehmer nach dem Ende einer Beschäftigung in Leiharbeit erneut eine Anstellung als Leiharbeitnehmer aufnimmt. Nach 30 Tagen sind 17,5 Prozent der vormaligen Leiharbeitnehmer erneut in Leiharbeit tätig und nach 90 Tagen sogar rund jeder Fünfte.
von Lena Becher

Trendwende am Arbeitsmarkt? Weniger Beschäftigte in der Leiharbeit

https://www.focus.de/finanzen/news/statt-hartz-iv-bundesagentur-chef-lobt-den-sozialen-arbeitsmarkt_id_10945169.html?fbclid=IwAR10Zn9sHefQQcc4-IM5gHC2H-Gu2bQM0JC59YR2jHtl2HccI1xKN8mxbIk
Equal Pay +10%
14 Std. •
+++ Trendwende am Arbeitsmarkt? +++
Von einer echten, wirklichen Trendwende kann man erst dann sprechen wenn ein Mindestlohn von 12,50€ eingeführt wurde und die Leihseuche gesetzlich auf „Equal Pay+10%“, mit einer max. Befristung von 4 Monaten, wie in vielen europäischen Ländern seit Jahre längst üblich ist, umgesetzt wurde!
Angelika Zwering
12.50 € ist ein lächerlicher Betrag. Wenn Miete und Nebenkosten abgezogen wird, bleibt immer noch ein Hungerlohn übrig. Nichts, um aktiv am gesellschaftlichen Leben teilnehmen zu koennen. Wir bleiben weiterhin Aussenseiter.

Frank Liebknecht
Wir haben fast Vollbeschäftigung, da geht der Anteil der Leiharbeit automatisch durch fehlende Bewerber zurück. Wenn der Export in den nächsten 1-2 Jahren einbricht, durch Embargos und Strafzölle und die Autoindustrie & Zulieferer Stellen abbauen, wird man sehen, wie es weiter geht. Uns stehen aber harte Zeiten bevor, wenn unsere Kern-Industrien weg brechen
Jens Schmidt
Klar fliegen die Leiharbeiter zuerst raus, wenn es ne „Trendwende am Arbeitsmarkt“ gibt.

Otto Weis
und die dunkelziffer

Jochem Fücker
Es ist einfach lächerlich. Es gibt keinen ‚Arbeitsmarkt‘.

Hartz IV, als Druck und Sanktionspeitsche, Leiharbeit zum Zwecke der Ausbeutung, die temporäre Beschäftigung und der gesamte Niedriglohnsektor, bis hin zur Hungerrenten, sind absichtlich geschaffen worden um die wahren Zusammenhänge in der Wirtschaft, der Globalisierung, zunehmenden Digitalisierung und generell im System, verschleiern zu können.
– Zeit für den kardinale Wandel! –

„Das Hartz-IV-System als Hungerpeitsche für Erwerbslose“