Geldhaus in der Krise

Deutsche Bank macht im zweiten Quartal 3,1 Milliarden Euro Verlust
Dunkle Wolken sind über der Zentrale der Deutschen Bank aufgezogen.
Der Radikalumbau mit der Streichung von 18.000 Stellen hat die Deutsche Bank im zweiten Quartal noch tiefer in die roten Zahlen gerissen als gedacht.
Allerdings verbuchte das Institut mit 3,4 Milliarden Euro nun einen größeren Anteil der Umbaukosten bereits im zweiten Quartal.

„Einen erheblichen Teil der Restrukturierungskosten haben wir bereits im zweiten Quartal verbucht“, sagte Vorstandschef Christian Sewing. „Ohne diese Belastungen für den Umbau wäre die Deutsche Bank profitabel gewesen.“

Niedrigere Erträge als 2018 möglich
Die Konzern-Erträge sanken im zweiten Vierteljahr um 6 Prozent auf 6,2 Milliarden Euro, bereinigt um Sondereffekte verringerten sie sich um 5 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Die Erträge im weltweiten Aktienhandel, aus dem die Bank sich zurückzieht, brachen um fast ein Drittel ein. Besser lief es im Bereich Privat- und Firmenkundenbank sowie der Vermögensverwaltung. Für das Gesamtjahr rechnet die Bank mit niedrigeren Erträgen als 2018.

Konzernchef Christian Sewing will mit einer grundlegenden Neuausrichtung die Dauerkrise des Instituts beenden. Die Zahl der Vollzeitstellen soll bis Ende 2022 um rund 18 000 auf weltweit 74 000 gesenkt werden. Das Investmentbanking, das der Bank milliardenschwere Strafen einbrockte, wird kräftig gestutzt. Die Kosten für den Umbau in Höhe von insgesamt rund 7,4 Milliarden Euro will die Bank aus eigener Kraft stemmen. Der Großteil der Lasten fällt im laufenden Jahr an.

Deutsche Bank weiter in der Krise
Nach drei Verlustjahren in Folge und einem Mini-Gewinn 2018 drohen der Deutschen Bank daher auch im Gesamtjahr 2019 tiefrote Zahlen. Kern der neuen Deutschen Bank soll nach Sewings Willen die neue Sparte Unternehmensbank werden, die sich um Mittelständler, Familienunternehmen und multinationale Konzerne kümmern soll.

Im Kapitalmarktgeschäft will sich die Bank auf das Geschäft mit Krediten, Anleihen und Währungen sowie auf Beratung konzentrieren. Aus dem weltweiten Aktienhandel steigt das Institut komplett aus.

Details zum Stellenabbau in ihrem Heimatmarkt nannte die Deutsche Bank auch bei der Vorlage der Quartalsbilanz nicht. Sewing hatte jedoch den Wegfall einer „substanziellen Zahl“ angekündigt. Dabei sei „der schon zuvor geplante Abbau im Zuge der Integration der Postbank bereits in der Gesamtzahl enthalten“, hatte er dem „Handelsblatt“ gesagt. Im Privatkundengeschäft, zu dem die Postbank gehört, war erst kürzlich ein weiterer Abbau von gut 2000 Vollzeitstellen vereinbart worden. Den Abbau weiterer Stellen will die Bank möglichst „sozialverträglich“ umzusetzen, wie Sewing mehrfach bekräftigte.
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Marc Friedrich & Matthias Weik
41 Min ·
Noch mehr Miese – statt 2,8 sogar 3.15 Milliarden in 3 Monaten. Es geht voran bei der Deutsche Bank AG
Schauen Sie hierzu auch unser aktuellstes Video an: https://m.youtube.com/watch?v=vn9gKJUqWuw
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