Erneuter Angriff auf Ihre (Bargeld-)Freiheit Herabsetzung der Bargeldobergrenze beim anonymen Gold- und Silberkauf

Ein neuer Gesetzesentwurf zur Verhinderung von Geldwäsche im Zuge der Umsetzungsmaßnahmen der derzeitigen Geldwäsche-Richtlinien, beinhaltet als für mich auffälligste Neuerung die Absicht, zukünftig den anonymen Gold- und Silberkauf in bar nur noch bis maximal EUR 2.000,- zuzulassen.
Zur Erinnerung:
Bis 2017galt noch ein Freibetrag bis Euro 14.999,- , ab dem 26.07.2017 waren es nur noch 9.999,- und ab 2020 nur noch 1.999,- ??? Und das in einem Zeitraum von lediglich ca. 2,5 Jahren!
Der aktuelle Referentenentwurf zur Umsetzung geltender EU Geldwäsche Richtlinien soll zum 10.Januar 2020 in Kraft treten.
Als Resultat ihrer Bemühungen dem internationalen Terrorismus, im Finanzbereich aktiv etwas entgegensetzen zu können, entstand seitens der EU ein Katalog von Richtlinien. Man bezeichnet sie umgangssprachlich als Geldwäschegesetz (GWG) oder als Geldwäsche-Richtlinien. Die derzeit aktuellen Richtlinien (EU) 2018/843 traten im Sommer 2018 in Kraft. Diese Richtlinien beinhalten nun die Pflicht für die EU Mitgliedstaaten, jene bis zum Januar 2020 auf nationaler Ebene in entsprechend gültige Gesetze umzuwandeln! Da hat nun das Bundesministerium für Finanzen einen entsprechenden Referentenentwurf erstellt und im Mai 2019 der deutschen Öffentlichkeit präsentiert. Im Anschluss wird er dem Parlament zur endgültigen Abstimmung vorgelegt.
Natürlich sind das alles scheinbar edle Absichten. Ein Schelm der Böses dabei denkt…..
Den Edelmetallhändler wird dadurch Einiges an Mehrpflichten aufgebrummt. Das gilt auch für alle anderen Bereiche, welche als „besonders anfällig“ für Geldwäsche gelten. Bspw. Immobilien, Kunst, Auktionen, Kryptowährungen, Glücksspiel udgl.. Und im Zuge dieser Maßnahmen gehört auch die Absenkung der Bargeldobergrenze bei einem Anonymkauf auf max. 2.000,- Euro dazu. Die dadurch entstehenden Mehrkosten für den vom Fiskus geforderten Mehraufwand wird der Händler mit hoher Wahrscheinlichkeit auf die ware aufkalkulieren müssen. Und zusätzlich wird damit eine weitere massive Einschränkung Ihrer persönlichen Freiheit umgesetzt!
Die Bargeldobergrenze in anderen EU Mitgliedsstaaten hat man bereits in der Vergangenheit massiv eingeschnitten. Als Beispiele ein paar Nachbarstaaten:

Frankreich: 1.000,- Euro
Spanien: 2.500,- Euro
Portugal: 1.000,- Euro
Italien: 2.999,- Euro
Griechenland 500,- Euro
Höhere Beträge müssen in diesen Länder digital transferiert werden! Tut man es nicht, macht man sich straffällig.
Wenn diese Richtlinien zu gültigem Gesetzeswerk ernannt werden, wird zukünftig jede und jeder der sein Gold in Deutschland für höhere Beträge kaufen möchte, zumindest einen Identitätsnachweis liefern müssen. Je nach Sachlage muss der Händler ggfls. auch noch weitere Hintergründe in Bezug auf eine mögliche Geldwäsche prüfen und je nach Verdachtsfall auch eine Meldung an entsprechender Stelle erstatten.
Wer also Wert auf Anonymität beim Gold- und Silberkauf legt, und für mehr als 2.000,- Euro sein Geld in Gold wandeln möchte, sollte das bei den momentanen Tendenzen noch im Jahr 2019 abwickeln. Bis jetzt sind noch Anonymkäufe bis max. 9.999,00 EUR pro Person möglich!
Unsere GOLD-GRAMMYs und SILBER-GRAMMYs gibt es in kleinen Gewichtseinheiten in runder Form. Warum kleine Gewichtseinheiten wirklich sinnvoll sind, will ich hier in einer kurzen realen Geschichte darstellen, welche mir eine Kundin vor Kurzem selbst erzählt hat:
Diese Frau lebte u. a. viele Jahre in Südamerika. Mitte der 90iger Jahre im letzten Jahrhundert lebte sie in Peru. Zu dieser Zeit befand sich Peru in einem Nachbarschaftskrieg mit Ecuador. Es waren nicht nur schwierige Zeiten für die Soldaten, sondern auch für die Zivilbevölkerung. Wenn man Ware tauschen wollte, ging das am besten mit Gold. Wir saßen gemeinsam am Tisch als sie mir in Folge eine Frage stellte. Sie nahm jeweils einen 0,25 g GOLD-GRAMMY und einen 5 g GOLD-GRAMMY in ihre Hand und fragte, während sie mich dabei ansah: „Was glauben sie, wie lange sie damals in Peru noch gelebt hätten, wenn sie mit einem 5 g Goldstück herum gelaufen wären?“ Ich schwieg und zuckte mit meinen Schultern. Die Antwort folgte prompt: „Mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit keinen ganzen Tag mehr. Mit einem 0,25 g Goldstück hätte man jederzeit sagen können, das wäre alles was man hätte. Aber bei 5 Gramm, keine Chance auf Weiterleben. Das sagte mir eine Zeitzeugin, die so eine Situation selbst erlebt hat und weiß wovon sie redet.
Sicherlich war das eine Extremsituation, wie sie sich keiner wünscht. Aber wie extrem das hier noch werden kann? Wer will das heute in diesen schwierig gewordenen Zeiten wirklich zweifelsfrei beurteilen können – alles ist möglich!
Die GRAMMYs sind zum Erhalt der individuellen Handlungsfreiheit konzipiert und nicht zum spekulieren. Im Zuge immer weiter fortschreitender Bargeldeinschränkungen ein sehr ernst zu nehmender Faktor. Man schaue auf China, wo man die Bevölkerung bereits in Form eines Punktesystems bewertet und ziehe eins und eins zusammen……… Da kann sich jeder ausrechnen, wie viel Freiheit ihr oder ihm noch bleibt, sollten wir eines Tages tatsächlich bargeldlos sein……. Es wird kräftig darauf hin gearbeitet……und dann?
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