Reinhard Götz

Reinhard Götz
37 Min ·
Ich gebe hier mal einen Teil einer Diskussion wieder, die ich in einer SPD-Gruppe geführt habe, leider muss ich dafür hier einen längeren Text einstellen, weil sonst meine Antwort auf Bernds Kommentar nicht verständlich ist:

Bernd. schrieb in einer Diskussion um die Seenotrettung:

Es sollte mal darüber berichten wie Europa oder Deutschland die afrikanischen Staaten ausgebeutet hat, sie als Sklaven gehalten, verkauft hat und ihre Bodenschätze geplündert hat.
Ihren Giftmüll in den Ländern entsorgt haben und obendrein haben sie Raketen und Bomben hingeschickt, die was vom Gift noch nicht zerstört wurde dann letztendlich zerstört.
Ja und wenn dann aus diesem Grund die Lebensgrundlage in den Ländern vernichtet wurde durch vergiftete Böden bzw. Durch Kriege wegen Profitgier des tiefen Staates der ist nur aus Erdöl abgesehen hat und der Gier nach Bodenschätze welche sie sich außerdem billig und mit Gewalt nehmen. Wer dadurch was unausweichlich geworden ist seiner Lebensgrundlage beraubt worden ist bleibt dann letztendlich gar nichts weiter übrig als ich auf den Weg nach Europa zu machen dort wo die Sünder wohnen welche ihnen ihre Lebensgrundlage zerstört haben und diese Sünder sollen dann auch dafür gerade stehen und diesen Menschen , die sie ausgeraubt haben wegen des Profits u. Der Gier nach ihrem Erdöl, welches sie den Ländern mit Gewalt entziehen bzw. klauen haben diese bösen Menschen der weißen Mächte bzw. die Europäer dann als Wiedergutmachung ihnen zu Helfen.
Soviel Fairness, muss man schon aufbringen, den durch unsere Ausbeutung in Not geratenen Menschen wieder ein lebenswertes und auskömmliches Leben zu ermöglichen notfalls auch bei uns in Europa oder gar in Deutschland. Ein interessanter Mann und interessante Einsichten seine Weisheiten und seine Weitsicht.
Nur hat er das Prinzip noch nicht verstanden und sollte sich mal die Geschichte vom dem weißen Mann der in das fremde Land kam, um ihnen ihr heiliges Land und fruchtbares Land zerstörte und obendrein sie auf perfides der Art und Weise beraubte. ja der böse weiße Mann der durch die Welt zieht um alle anderen Kontinente und Länder sich zu Untertanen zu machen.
Wir erinnern uns aus der Geschichte mit den Sklaven die sich irgendwann von ihren weißen Peinigern befreit haben und jetzt jene die zu uns kommen, weil sie sich nicht mehr länger vom Edlen Weißen Mann weiter zum Untertanen machen lassen wollen. Deswegen befreien sich auch vor der Unterjochung und begeben sich nun auf den weiten Weg ins gelobte Land.
Ich hoffe dass die kleine Geschichte in den Kranken Geist mancher verwirrten Köpfe seinen Weg gefunden hat.
Wer die Geschichte nicht weiß schau in die Bibel denn Herr der Gott sprach
,,Gehet hinaus in die Welt und verkündet“. Die Welt gehört allen Lebewesen, die der Schöpfer auf die Erde gesandt hat.

Meine Antwort:
@Bernd du schreibst „Nur hat er das Prinzip noch nicht verstanden“

Dein Gott hat (das Prinzip) die Naturgesetzte geschaffen, denen alles im Universum unterworfen ist. In dem Bereich des Organischen Lebens gilt das Gesetzt des „fressen und gefressen werden.“ Wer sich seiner Umwelt am besten anpassen und gegenüber Konkurrenten behaupten kann, der wird überleben und sich fortpflanzten können.

Das Gesellschaften Rücksicht auf schwächere Mitglieder nehmen auch wenn sie nicht zur Familie gehören, ist eine einzigartige Kulturleistung die auch zum Überleben der noch existierenden Völker beigetragen hat.

Wenn man aber Fremde (neue von außen kommende) Mitglieder (so wie das teilweise heute in Deutschland geschieht) einer Gesellschaft, den eigenen Schwachen in der Gesellschaft aus falschen Schuldgefühlen und religiösen Dogmatismus heraus bevorzugt, (hier reicht es schon wenn der Eindruck entsteht) dann werden solche Gesellschaften sehr instabil.

Wenn man den Nationalstaat zerstören will ist das eine gute Strategie, aber wenn man die teilweise noch funktionierenden Strukturen unseres Staates aufrechterhalten will, ist das keine gute Idee.

Außerdem blendest du bei deinen Beschreibungen bewusst aus, dass nicht nur Europa schwere Menschrechtsverletzungen und Ausbeutung in Afrika betrieben haben und noch betreiben, sondern Nordamerika und jetzt auch China da eine hohe Verantwortung für die katastrophalen Zustände in Afrika haben.

Diese Einseitigkeit von dir entlarvt dich, du willst anderen Schuldgefühlen einreden, wie das die Kirche auch Jahrhunderte lang gemacht hat, um die Menschen dumm und schwach zu halten.

Ulrich Elkmann
Weder Nordamerika noch China haben eine „Verantwortung“ für die Zustände in Afrika. Wenn die Staaten, die Kleptokratien dort Verantwortung für ihre Leute hätten (das Wort „Bürger“ ist in dem Zusammenhang eine reine Travestie) würden sie entsprechende Verträge aushandeln und durchsetzen. Sie würden sozialstaatliche Institutionen entwickeln, sie würden für unabhängige Justiz und garantierten Besitzstand Ist aber nicht. All das hat in Afrika KEINERLEI Tradition. Es herrscht kurzsichtiger Egoismus, Verachtung aller, die nicht zur eigenen Ethnie gehören, und Korruption. Plus Unwissen in biblischem Ausmaß. Die Ausbeutung der Arbeitskraft – die aufgrund der primitiven Verhältnisse eben unglaublich ineffektiv ist – der Schwächsten war dort noch NIE anders – nicht während der 6 Jahrzehnte Unabhängigkeit, nicht zur Kolonialzeit, nicht davor. China nutzt nur die Knochenarbeit – alle Verwaltung, salle Infrastruktur, die ganze Bedieung – das stellen die selber: weil mit den Leuten vor ort das nicht zu machen ist. Aber sie bieten wenigstens die Knochenjobs an – wo sonst GAR nichts wäre. Dafür zu sorgen, ist Aufgabe der Einheimischen. Wenn es nicht zu machen ist, existiert es nun mal nicht. Ende der Diskussion.

Hubert Steinrücken
Lieber Reinhard ,
grundsätzlich teile ich Deinen Gedankengang , jedoch mit einer Einschränkung :
wir müssen selbst und bei anderen aufhören es zuzulassen ,dass Problematiken überzogen dramatisiert werden .
Diejenigen,die meinen ,gegenüber von außen Kommenden benachteiligt zu werden und dies immer heftiger beklagen , entfernen sich mit ihrer Meinung von der Realität .Es gibt z.Zt. keinen dramatische Entwicklung ,dass Ausländer ,Migranten spürbar Deutschen etwas wegnehmen .Mir müssen dafür sorgen ,dass dies so bleibt , keine Frage .
Aber die Dramatik , mit der gewisse politische Gruppierungen eine Ungleichbehandlung behaupten und dies im Bewusstsein schlecht informierter Menschen verankern wollen ,muss genauso bekämpft werden , Denn dies ist der genauso gefährliche Spaltpilz für unsere Gesellschaft.
Die jetzt immer stärker werdende Hysterie in allen Angelegenheiten mit Ausländerbezug ,sei es im sozialen Bereich , der Justiz , im strafrechtlichen Bereich verwischt immer mehr einzelne Begebenheiten in pauschalierte Aussagen , so dass eine konkrete Auseindersetzung nicht mehr möglich ist und bereits von vielen nicht mehr gewollt ist ,weil’s ja auch einfacher ist , sich am Pauschalurteilen zu echauffieren ,statt nachzudenken und differenziert zu urteilen.
Das Ergebnis dieser Denkweise werden wir bei den Wahlen im Ostdeutschland erleben .
MIR GRAUST DAVOR !

im Jahre 1923 (institutionalisierte Deportation)
radioWissen
Griechenland und Türkei – Bevölkerungsaustausch 1923

1923 wurde mit der Lausanner Konvention die „Entmischung der Bevölkerung des Nahen Ostens“ beschlossen. 1,2 Millionen griechischstämmige orthodoxe Menschen mussten die Türkei verlassen, 400.000 Muslime Griechenland.
https://www.br.de/mediathek/podcast/radiowissen/griechenland-und-tuerkei-bevoelkerungsaustausch-1923/1673288?fbclid=IwAR1Vx-g0upmy4vIgpWCI7Y-pJHhX0z7BUqRUlnkO7lU1VtecO8BMWXFq0lw