„Es gibt in der CDU viel zu tun“ – AKK will nicht Ministerin werden

Wenn durch den Wechsel von Ursula von der Leyen nach Brüssel ein Platz im Kabinett frei werden soll, wird Annegret Kramp-Karrenbauer ihn nicht übernehmen. Die CDU-Chefin äußerte sich auch über die Gesundheit von Kanzlerin Angela Merkel.
Im Falle einer Kabinettsumbildung will CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer nicht Ministerin werden. Auf die Frage der „Bild“, ob sie Ministerin werden würde, falls Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) nach Brüssel wechseln sollte, antwortete Kramp-Karrenbauer: „Ich habe mich bewusst entschieden, aus einem Staatsamt in ein Parteiamt zu wechseln. Es gibt in der CDU viel zu tun.“
Im EU-Postenpoker hatte Ratspräsident Donald Tusk am Dienstag von der Leyen als Kommissionspräsidentin vorgeschlagen, nachdem sich die Staatschefs bislang nicht einigen konnten. Bei einem Wechsel nach Brüssel, dem jedoch noch das europäische Parlament zustimmen muss, wird ihr Ministerposten frei, sodass das Kabinett umgebildet werden müsste.
In der CDU gibt es eine Debatte, ob Kramp-Karrenbauer nicht als Ministerin mehr Möglichkeiten habe, sich zu profilieren. Die CDU-Chefin hatte die Umfragen zuletzt erheblich an Zustimmung verloren. Kramp-Karrenbauer hatte sich – wie die mittlerweile zurückgetretene SPD-Chefin Andrea Nahles – allerdings entscheiden, nicht ins Kabinett zu gehen, um unabhängig von der Kabinettsdisziplin als CDU-Chefin Positionen beziehen zu können.
Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur aus der Union sind Gesundheitsminister Jens Spahn sowie die Verteidigungsexperten Johann Wadephul und Henning Otte (alle CDU) für das Amt des Verteidigungsminister im Gespräch. Auch Ex-CDU-Generalsekretär und Verteidigungsstaatssekretär Peter Tauber hat demnach Chancen auf das Amt. Er habe sich in der Truppe große Beliebtheit erworben, hieß es aus mehreren Quellen.
Im „Bild“-Interview sprach Kramp-Karrenbauer auch über Bundeskanzlerin Angela Merkels Zitteranfälle in den vergangenen beiden Wochen: „Angela Merkel hat eine stabile Gesundheit. Wir haben in all den Tagen, wo ich jetzt in Israel bin, immer wieder telefoniert – und es geht ihr gut.“ Dass der Gesundheitszustand der Kanzlerin international Beachtung findet, kommentierte sie mit den Worten: Dies zeige, welche „großartig wichtige Rolle“ Merkel auf der Welt spiele. „Es wird eben besonders auf sie geschaut.“
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